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16/08/2026

Assassin's Creed Odyssey [054] 🗡️ Asche zu Asche

Assassin's Creed Odyssey [054] 🗡️ Asche zu Asche

In Assassin's Creed Odyssey [054] – „Asche zu Asche“ kommt Kassandra der Wahrheit ĂŒber ihre Mutter Myrrine und ihren Bruder Alexios immer nĂ€her. Nachdem sie in „Kein böses Wort“ wichtige Informationen ĂŒber die Ereignisse im Heiligtum des Asklepios erhalten hat, fĂŒhrt ihre Spur nun direkt zu Chrysis, einer AnhĂ€ngerin des Kultes des Kosmos.

Doch Chrysis hat Kassandra bereits gewarnt: Die Kultisten wollen sie beseitigen. Trotzdem entscheidet sich Kassandra dafĂŒr, einem SĂ€ugling zu helfen. Genau diese Entscheidung wird zum Kern der Mission. Neben der dramatischen Handlung bietet die Episode außerdem einen besonderen Gameplay-Moment: Kassandra kann ein wildes Tier zĂ€hmen und fĂŒr kurze Zeit an ihrer Seite kĂ€mpfen lassen. Die Begegnung mit einer Löwin und spĂ€ter einem Luchs wirft dabei eine interessante historische Frage auf: Konnte man im antiken Griechenland tatsĂ€chlich Löwen, Luchse oder BĂ€ren zĂ€hmen?

Asche zu Asche

Nach den Ereignissen rund um Mydon und das Heiligtum des Asklepios weiß Kassandra inzwischen, dass hinter den Geheimnissen um ihre Familie eine weitaus grĂ¶ĂŸere Verschwörung steckt. Die Spuren fĂŒhren zu Chrysis, die als Mitglied des Kultes des Kosmos erheblichen Einfluss auf die VorgĂ€nge in Argolis besitzt.

In der Mission „Asche zu Asche“ macht sich Kassandra deshalb auf den Weg, um herauszufinden, wer tatsĂ€chlich hinter der Fehde und den Ereignissen um Myrrine und das Kind steckt. Dabei erhĂ€lt sie eine Warnung: Chrysis weiß, dass Kassandra ihr auf der Spur ist, und die Kultisten sollen sie eliminieren.

Lange muss Kassandra allerdings nicht warten, bis diese Warnung RealitĂ€t wird. Die Kultisten greifen sie an und machen deutlich, dass ihre Suche inzwischen zu einer direkten Bedrohung fĂŒr Chrysis geworden ist.

Warum greift Chrysis Kassandra an?

Chrysis versucht nicht einfach nur, einen weiteren Gegner aus dem Weg zu rĂ€umen. Kassandra ist inzwischen zu nahe an die Wahrheit ĂŒber ihre Familie herangekommen. Sie hat Informationen von mehreren Personen gesammelt und kann dadurch die Ereignisse rund um Myrrine und Alexios zunehmend miteinander verbinden.

Chrysis kennt diese Vergangenheit und nutzt ihr Wissen gegen Kassandra. Sie offenbart, was mit Myrrine und Alexios geschehen sein soll. Damit erhÀlt Kassandra Informationen, nach denen sie schon lange sucht.

Gleichzeitig wird jedoch deutlich, dass Chrysis die Situation kontrollieren möchte. Die Begegnung ist keine normale Konfrontation zwischen zwei Gegnerinnen. Chrysis versucht, Kassandra zu einer Entscheidung zu zwingen.

Kassandra muss sich entscheiden: Kind retten oder Chrysis töten?

Der entscheidende Moment der Mission ist eine Falle. Kassandra wird vor eine Wahl gestellt: Sie kann versuchen, Chrysis zu eliminieren, oder sie kann das bedrohte Baby retten.

Kassandra entscheidet sich dafĂŒr, das Kind zu retten.

Diese Entscheidung passt sehr gut zu ihrer Entwicklung als Figur. Kassandra ist zwar eine Söldnerin und hat im Laufe ihrer Reise unzĂ€hlige Gegner bekĂ€mpft, doch sie handelt nicht ausschließlich nach dem Prinzip „Töte den Feind“. In diesem Augenblick besitzt das Leben des Kindes fĂŒr sie eine höhere PrioritĂ€t als ihre persönliche Rache.

Gleichzeitig gelingt Chrysis dadurch zunÀchst die Flucht. Die Kultistin hat Kassandra bewusst in eine Situation gebracht, in der sie ihre Aufmerksamkeit zwischen ihrer eigenen Suche nach Gerechtigkeit und dem Leben eines unschuldigen Kindes aufteilen musste.

Die Löwin von Argolis: Kassandra bekommt tierische UnterstĂŒtzung

Nach den Ereignissen um Chrysis nimmt die Episode eine ĂŒberraschende Wendung. Kassandra begegnet einer Löwin, die sie zĂ€hmen kann. Damit kommt eine der ungewöhnlicheren Spielmechaniken von Assassin's Creed Odyssey zum Einsatz.

Die gezĂ€hmte Löwin begleitet Kassandra und kann ihr sogar im Kampf helfen. FĂŒr einen kurzen Moment entsteht dadurch das Bild einer Söldnerin, die nicht nur mit Waffen, sondern auch mit einem wilden Raubtier durch die Welt zieht.

Besonders passend ist dabei die Tatsache, dass die Löwin spĂ€ter im Lagerkampf eingesetzt wird. Sie beschĂ€ftigt zwei Soldaten, wĂ€hrend Kassandra sich um zwei weitere Gegner kĂŒmmert. FĂŒr das Gameplay ist das eine interessante taktische Situation: Ein TiergefĂ€hrte kann Gegner ablenken und dadurch einen Kampf ĂŒbersichtlicher machen.

Leider endet die Geschichte der Löwin tragisch. Sie stirbt im Lager. In den Chroniken dieser Let's-Play-Reihe bleibt sie jedoch erhalten – als diejenige, „die wie eine Löwin kĂ€mpfte“.

Konnte man im antiken Griechenland Löwen, Luchse und BÀren zÀhmen?

Hier wird es historisch besonders interessant. Die kurze Antwort lautet: Ja, einzelne wilde Tiere konnten grundsĂ€tzlich gezĂ€hmt oder an Menschen gewöhnt werden – aber das ist etwas völlig anderes als die Domestikation einer Tierart.

In der antiken griechisch-römischen Welt existieren zahlreiche Hinweise darauf, dass Menschen Wildtiere gefangen hielten, trainierten oder als besondere Tiere prĂ€sentierten. ArchĂ€ologische, literarische und bildliche Quellen belegen beispielsweise die Haltung von exotischen und wilden Tieren. Dazu gehörten auch große Raubtiere.

Die Forschung unterscheidet deshalb zwischen Domestikation und ZĂ€hmung. Domestikation ist ein langfristiger Prozess ĂŒber viele Generationen, bei dem sich eine Tierpopulation durch menschliche Haltung und Zucht genetisch verĂ€ndert. Ein einzelner Löwe, BĂ€r oder Luchs, der an Menschen gewöhnt wurde, ist dagegen lediglich ein gezĂ€hmtes Wildtier.

Genau diese Unterscheidung ist fĂŒr Assassin's Creed Odyssey entscheidend.

Welche Tiere konnte Kassandra in Assassin's Creed Odyssey zÀhmen?

Das Spiel besitzt dafĂŒr sogar eine eigene FĂ€higkeit namens „Beast Master“. Ubisoft beschreibt offiziell, dass Kassandra beziehungsweise der Spieler mit dieser FĂ€higkeit unter anderem Wölfe, Luchse, Löwen und BĂ€ren zĂ€hmen kann. Ein gezĂ€hmtes Tier kann Kassandra anschließend begleiten und im Kampf unterstĂŒtzen.

Das ist eindeutig eine Gameplay-Mechanik und keine realistische Darstellung einer normalen TÀtigkeit einer Söldnerin im klassischen Griechenland. Dennoch besitzt die Idee einen historischen Kern: Menschen konnten wilde Tiere gefangen halten und einzelne Tiere an menschliche Umgebung gewöhnen.

Der Unterschied zwischen ZĂ€hmung und Domestikation

Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich. Ein Hund ist domestiziert. Seine Beziehung zum Menschen ist das Ergebnis einer sehr langen Entwicklungsgeschichte. Ein gezÀhmter Wolf ist dagegen immer noch ein Wildtier.

Dasselbe gilt fĂŒr einen Löwen. Ein Mensch kann theoretisch einen einzelnen Löwen von jungem Alter an an Menschen gewöhnen. Daraus wird aber keine domestizierte Löwenart.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Tierhaltung in der griechisch-römischen Antike zeigen, dass die Haltung und Nutzung von Tieren eine große Bedeutung besaß. Neben klassischen Nutztieren gab es auch Haustiere und einzelne gezĂ€hmte Wild- und Exotentiere.

Gab es Löwen im antiken Griechenland?

Auch diese Frage ist fĂŒr Assassin's Creed Odyssey spannend. Löwen waren in der weiteren griechischen Welt tatsĂ€chlich bekannt und spielen eine wichtige Rolle in der griechischen Mythologie. Besonders berĂŒhmt ist natĂŒrlich der Nemeische Löwe, den Herakles im Rahmen seiner zwölf Arbeiten besiegen musste.

Die historische Verbreitung des Löwen muss jedoch differenziert betrachtet werden. Löwen lebten in Teilen SĂŒdosteuropas und der weiteren östlichen Mittelmeerwelt, verschwanden aber im Laufe der Antike aus vielen Regionen. Antike Autoren berichten außerdem ĂŒber Löwen außerhalb des eigentlichen griechischen Kernlands.

Menschen begegneten Löwen also nicht ausschließlich in Geschichten. Gleichzeitig war ein Löwe selbstverstĂ€ndlich kein gewöhnliches Haustier. Die Vorstellung, dass eine Söldnerin regelmĂ€ĂŸig einen Löwen zĂ€hmt und ihn anschließend wie einen Kampfhund durch Griechenland fĂŒhrt, gehört eindeutig zur spielerischen Überhöhung von Assassin's Creed Odyssey.

Und was ist mit Luchsen und BĂ€ren?

Auch Luchse und BĂ€ren gehören zur Tierwelt der antiken Mittelmeerwelt beziehungsweise ihrer angrenzenden Regionen. Antike Naturkundler unterschieden verschiedene wilde Tiere und beschĂ€ftigten sich ausfĂŒhrlich mit ihrem Verhalten. Plinius der Ältere zĂ€hlt beispielsweise sowohl Luchse als auch BĂ€ren zu den wilden Tieren.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Mensch problemlos einen Luchs oder BĂ€ren als Begleiter halten konnte. Gerade bei großen Raubtieren bleibt die Gefahr erheblich. Selbst ein an Menschen gewöhntes Tier kann unberechenbar bleiben.

FĂŒr Kassandra ist das in Assassin's Creed Odyssey natĂŒrlich wesentlich einfacher. Nachdem die FĂ€higkeit zum ZĂ€hmen entsprechender Tiere freigeschaltet wurde, kann sie einen geeigneten Gegner bewusstlos machen und anschließend zĂ€hmen. Das Spiel verwandelt damit ein gefĂ€hrliches Wildtier in einen temporĂ€ren Begleiter.

Historisch wÀre eine solche ZuverlÀssigkeit nicht zu erwarten. Das Feature ist deshalb am besten als historisch inspirierte Gameplay-Fiktion zu verstehen.

Vom Löwen zum Luchs: Ein neuer Begleiter fĂŒr Kassandra

Nach dem Tod der Löwin bleibt die Hoffnung, dass ein neuer tierischer Begleiter Kassandra lÀnger auf ihrer Reise begleiten könnte. Diesmal wird ein Luchs gezÀhmt.

Gerade solche Momente zeigen eine interessante Seite des Open-World-Gameplays. Neben den großen HandlungsstrĂ€ngen kann der Spieler eigene Geschichten erleben. Ein Tier, das eigentlich nur Teil eines Gameplay-Systems ist, kann dadurch plötzlich zu einem kleinen Charakter der eigenen Reise werden.

FĂŒr die Chroniken dieser Let's-Play-Reihe bleibt deshalb nicht nur Chrysis im GedĂ€chtnis. Auch die Löwin bekommt ihren eigenen Platz – und der neue Luchs darf nun beweisen, ob er lĂ€nger an Kassandras Seite bleibt.

Wie geht es nach „Asche zu Asche“ weiter?

Nach der Begegnung mit Chrysis ist Kassandras Suche noch nicht beendet. Die nĂ€chsten Hinweise fĂŒhren sie weiter und schließlich in Richtung Korinth.

Dort wartet die nĂ€chste Handlungsebene rund um die Mission „Um ein MĂ€dchen zu finden“. Ein wichtiger Name steht dabei bereits im Raum: Anthousa.

Damit endet „Asche zu Asche“ nicht mit einer endgĂŒltigen Lösung, sondern mit einem neuen Ziel. Kassandra hat zwar weitere Antworten ĂŒber Myrrine und Alexios erhalten, doch gleichzeitig öffnen sich neue Fragen.

Die Reise geht deshalb weiter – diesmal in Richtung Korinth. Was Kassandra dort erwartet und welche Rolle Anthousa in der Geschichte spielt, wird erst in der nĂ€chsten Episode genauer beleuchtet.

Fazit: Eine Löwin, eine schwere Entscheidung und neue Spuren

Assassin's Creed Odyssey [054] – „Asche zu Asche“ verbindet einen wichtigen Abschnitt von Kassandras Familiengeschichte mit einigen der ungewöhnlichsten Gameplay-Momenten der bisherigen Reise.

Chrysis versucht Kassandra mit einer Falle aufzuhalten und zwingt sie zu einer Entscheidung. Kassandra entscheidet sich fĂŒr das Leben eines SĂ€uglings und lĂ€sst Chrysis dadurch zunĂ€chst entkommen. Gleichzeitig erfĂ€hrt sie mehr ĂŒber das Schicksal von Myrrine und Alexios.

Danach sorgt die gezĂ€hmte Löwin fĂŒr einen völlig anderen Ton. Sie unterstĂŒtzt Kassandra im Kampf, fĂ€llt jedoch schließlich im Lager. Ihr Nachfolger ist ein Luchs – und damit beginnt möglicherweise die nĂ€chste kleine Geschichte innerhalb dieser großen Reise.

Historisch ist das TierzĂ€hmen dabei besonders spannend. Menschen der Antike hielten durchaus Wildtiere und konnten einzelne Tiere an den Menschen gewöhnen. Eine Löwin oder einen Luchs zuverlĂ€ssig als persönlichen KampfgefĂ€hrten durch Griechenland zu fĂŒhren, wie es Kassandra im Spiel kann, ist jedoch vor allem Assassin's-Creed-Fiktion.

Genau diese Mischung macht die Episode interessant: Die Geschichte bleibt mit Myrrine, Alexios und Chrysis ernst, wÀhrend das Gameplay mit einer kÀmpfenden Löwin und einem gezÀhmten Luchs eine deutlich spielerischere Seite zeigt.

Und nun geht es weiter nach Korinth. Die Suche nach Anthousa beginnt.

FAQ zu Assassin's Creed Odyssey „Asche zu Asche“

Was passiert in „Asche zu Asche“ in Assassin's Creed Odyssey?

Kassandra verfolgt Chrysis und erfĂ€hrt weitere Informationen ĂŒber Myrrine und Alexios. Chrysis stellt ihr eine Falle, bei der Kassandra zwischen der Rettung eines SĂ€uglings und dem Angriff auf Chrysis wĂ€hlen muss. Kassandra entscheidet sich dafĂŒr, das Kind zu retten.

Wer ist Chrysis in Assassin's Creed Odyssey?

Chrysis ist eine AnhĂ€ngerin des Kultes des Kosmos und eine wichtige Gegenspielerin in Kassandras Suche nach der Wahrheit ĂŒber ihre Familie. Sie besitzt Informationen ĂŒber Myrrine und Alexios und versucht, Kassandra aufzuhalten.

Warum rettet Kassandra das Baby statt Chrysis zu töten?

Chrysis konstruiert die Situation als Falle. Kassandra entscheidet sich dafĂŒr, das unschuldige Kind zu retten, wodurch Chrysis zunĂ€chst entkommen kann.

Kann man in Assassin's Creed Odyssey Tiere zÀhmen?

Ja. Mit der FĂ€higkeit „Beast Master“ können Spieler bestimmte wilde Tiere zĂ€hmen. Dazu gehören unter anderem Wölfe, Luchse, Löwen und BĂ€ren. Ein gezĂ€hmtes Tier kann Kassandra als Begleiter im Kampf unterstĂŒtzen.

Konnte man im antiken Griechenland Löwen zÀhmen?

Einzelne wilde Löwen konnten an Menschen gewöhnt oder gefangen gehalten werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Löwen domestiziert waren. Die Haltung wilder und exotischer Tiere ist fĂŒr die griechisch-römische Antike belegt.

Ist das ZÀhmen von Löwen in Assassin's Creed Odyssey historisch korrekt?

Nur teilweise. Die Haltung und ZÀhmung einzelner Wildtiere hat einen historischen Hintergrund. Dass Kassandra Löwen, Luchse oder BÀren gezielt als zuverlÀssige KampfgefÀhrten einsetzen kann, ist dagegen eine Gameplay-Fiktion.

Was ist der Unterschied zwischen ZĂ€hmung und Domestikation?

ZĂ€hmung beschreibt die Gewöhnung eines einzelnen Wildtiers an Menschen. Domestikation ist dagegen ein langfristiger, generationenĂŒbergreifender Prozess, durch den sich eine Tierpopulation unter menschlichem Einfluss genetisch verĂ€ndert.

Welche Tiere kann Kassandra in Assassin's Creed Odyssey zÀhmen?

Die offizielle Beschreibung von Ubisoft nennt Wölfe, Luchse, Löwen und BĂ€ren als zĂ€hmbare Tiere. GezĂ€hmte Tiere können Kassandra im Kampf unterstĂŒtzen.

Wohin reist Kassandra nach „Asche zu Asche“?

Nach den Ereignissen der Episode fĂŒhrt die weitere Handlung Kassandra in Richtung Korinth. Dort wird die Suche mit der Mission „Um ein MĂ€dchen zu finden“ und der Frage nach Anthousa fortgesetzt.


Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play

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Komm mit Kassandra der Söldnerin mit auf ein Abenteuer durch das alte Griechenland dem Land des Weines – exklusiv bei Velgandr

 

15/08/2026

Assassin's Creed Odyssey [053] 🗡️ Kein böses Wort

Assassin's Creed Odyssey [053] 🗡️ Kein böses Wort

Kassandra kommt in Assassin's Creed Odyssey [053] – „Kein böses Wort“ einem weiteren Geheimnis ihrer Vergangenheit nĂ€her. Nach den Hinweisen aus dem Heiligtum des Asklepios fĂŒhrt ihre Suche zu dem Ă€lteren Priester Mydon. Doch der Priester ist nicht nur ungewöhnlich schweigsam – seine Verbindung zur Kultistin Chrysis macht die Begegnung deutlich gefĂ€hrlicher, als Kassandra zunĂ€chst erwartet.

Kein böses Wort

Die Suche nach Kassandras Mutter Myrrine fĂŒhrt in dieser Episode weiter durch Argolis. Nachdem Kassandra bereits erfahren hat, dass ein Priester namens Mydon wichtige Informationen ĂŒber die Vergangenheit ihrer Familie besitzt, muss sie ihn im GĂ€stehaus des Heiligtums ausfindig machen.

Die eigentliche Schwierigkeit besteht allerdings nicht darin, das GebĂ€ude zu finden. Vielmehr stellt sich die Frage, wie Kassandra die Mission möglichst schnell und effektiv abschließen kann. Vor dem GĂ€stehaus befinden sich Wachen und zusĂ€tzlich gerĂ€t die Söldnerin erneut mit einem anderen Söldner aneinander. Nach inzwischen 53 Episoden ist das beinahe schon ein Running Gag: Kaum möchte Kassandra einer Spur folgen, scheint irgendwo ein weiterer Söldner auf sie zu warten.

Trotzdem hat diese Mechanik auch eine Funktion. Assassin's Creed Odyssey versucht, seine offene Welt mit wechselnden Situationen zu fĂŒllen. Söldner können Kassandra verfolgen, wĂ€hrend sie eigentlich einer Quest nachgeht. Dadurch entsteht ein gewisser Druck, der eine scheinbar einfache Mission jederzeit in einen Kampf verwandeln kann.

Wie findet Kassandra Mydon im GĂ€stehaus?

Kassandra erreicht das GebĂ€ude, in dem sich der Ă€ltere Priester Mydon aufhĂ€lt. Der Weg dorthin ist jedoch nicht vollkommen friedlich. Wachen mĂŒssen aus dem Weg gerĂ€umt werden und auch ein Söldner sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Gefahr.

FĂŒr die Spieler stellt sich damit eine typische Assassin's-Creed-Odyssey-Gameplay-Frage: Muss man jeden Gegner bekĂ€mpfen oder kann man die Umgebung nutzen, um möglichst schnell zum eigentlichen Questziel zu gelangen?

Gerade bei einem Spiel mit einer großen offenen Welt ist diese Entscheidung interessant. Nicht jeder Kampf bringt die Handlung voran. Wenn das eigentliche Ziel lediglich darin besteht, einen bestimmten NPC zu befragen, kann ein unnötiger Kampf Zeit kosten und zusĂ€tzliche Aufmerksamkeit erzeugen.

In dieser Episode kommt Kassandra allerdings nicht vollstĂ€ndig um die Auseinandersetzung herum. Nachdem sie die Hindernisse beseitigt hat, gelangt sie schließlich zu Mydon.

Warum ist Mydon so wichtig fĂŒr Kassandras Suche?

Mydon gehört zu den Priestern des Asklepios. Genau deshalb besitzt er Informationen ĂŒber die Ereignisse, die sich Jahre zuvor im Heiligtum abgespielt haben. Kassandra sucht nach einer Spartanerin, die mit einem schwer verletzten Baby dort angekommen war. Die Priester haben die damaligen Ereignisse dokumentiert und Mydon war einer derjenigen, die sich daran erinnern können.

Allerdings ist Mydon inzwischen nicht mehr in der Lage, Kassandra normal zu antworten. Chrysis hat ihm die Zunge entfernen lassen beziehungsweise ihn dazu gezwungen, seine Zunge zu opfern, um seine LoyalitĂ€t zu beweisen. Dadurch wird bereits deutlich, wie viel Macht Chrysis ĂŒber die Priester des Heiligtums besitzt.

Die Quest trĂ€gt deshalb ihren englischen Namen Speak No Evil und im Deutschen „Kein böses Wort“. Der Titel spielt auf das Motiv des Schweigens an und passt gleichzeitig zu der bekannten Redewendung der drei weisen Affen: nichts Böses sehen, nichts Böses hören und nichts Böses sagen.

Eine unerwartete Begegnung mit Mydon und seiner Geliebten

Als Kassandra Mydon findet, erwartet sie vermutlich einen alten Priester, der ihr seine Geschichte erzÀhlen kann. Stattdessen entdeckt sie ihn gemeinsam mit einer jungen Frau, die zunÀchst als seine Sklavin bezeichnet wird.

Die Situation ist bemerkenswert, weil sich zwischen den beiden eine persönliche Beziehung entwickelt hat. Die Frau widerspricht sogar der Vorstellung, lediglich Mydons Dienerin zu sein. Sie beschreibt ihre Verbindung als eine heilige Bindung.

Dadurch bekommt die Szene eine zusĂ€tzliche Ebene. Kassandra ist eigentlich gekommen, um Informationen ĂŒber ihre Mutter und ihren Bruder zu erhalten. Stattdessen stĂ¶ĂŸt sie auf ein Paar, dessen Beziehung innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung des antiken Griechenlands ungewöhnlich und kompliziert ist.

Priester und Sklavin im antiken Griechenland

Historisch muss man hierbei vorsichtig sein: Die konkrete Beziehung zwischen Mydon und der Frau ist eine Handlung der Spielwelt und kein historisches Beispiel, das sich als typische Beziehung zwischen Priestern und Sklaven verallgemeinern lÀsst.

Sklaverei war im antiken Griechenland allerdings weit verbreitet und rechtlich sowie sozial fest in vielen Poleis verankert. Der soziale Status eines Menschen bestimmte dabei maßgeblich seine Möglichkeiten. Eine Beziehung zwischen einem freien Mann und einer versklavten Frau wĂ€re deshalb nicht einfach mit einer modernen Partnerschaft gleichzusetzen.

Gerade deshalb ist die Darstellung in Assassin's Creed Odyssey interessant: Die Szene zeigt eine persönliche Verbindung innerhalb einer Gesellschaft, die von starken sozialen Hierarchien geprĂ€gt war. Gleichzeitig macht das Spiel deutlich, dass die Frau sich selbst nicht lediglich ĂŒber den Status „Sklavin“ definiert.

Was geschah mit Myrrine und Kassandras Bruder?

Genau hier wird die Begegnung fĂŒr Kassandra emotional wichtig. Sie möchte wissen, was mit Myrrine und ihrem Baby geschehen ist.

Mydon kann selbst nicht sprechen. Deshalb ĂŒbernimmt seine Geliebte die ErklĂ€rung und rekonstruiert die Ereignisse anhand dessen, was er ihr erzĂ€hlt hat.

Myrrine war mit ihrem schwer verletzten Kind zum Heiligtum gekommen. Das Baby befand sich in einem Ă€ußerst schlechten Zustand. Mydon versuchte, das Kind zu retten und betete fĂŒr dessen Leben. Doch der Zustand des Babys war zu schlecht.

Myrrine wurde schließlich gesagt, dass ihr Kind gestorben sei. FĂŒr sie bedeutete das einen weiteren schweren Verlust. Die Geschichte, die Kassandra nun hört, bestĂ€tigt zunĂ€chst das Bild, das sie ĂŒber Jahre hinweg von ihrem Bruder hatte: Er sei nach dem Sturz vom Berg ĂŒberlebt, aber spĂ€ter seinen Verletzungen erlegen.

Besonders bedrĂŒckend ist die Schilderung, dass Mydon um die verzweifelte Mutter weinte. Er hatte gesehen, wie weit Myrrine von ihrer Heimat entfernt um ihr Kind trauerte. FĂŒr Kassandra ist diese Information ein weiterer Teil des Puzzles.

Chrysis: Die eigentliche Macht hinter dem Schweigen

Je mehr Kassandra ĂŒber Mydon erfĂ€hrt, desto deutlicher wird die Rolle von Chrysis. Die Priester des Heiligtums stehen unter ihrem Einfluss und haben Angst davor, mit Kassandra ĂŒber ihre Mutter zu sprechen. Bereits in der vorherigen Quest „In Stein gemeißelt“ wurde deutlich, dass Chrysis diejenigen bedroht, die Informationen weitergeben.

Chrysis ist nicht einfach irgendeine Gegnerin. Sie gehört zum Kult des Kosmos und ist als AnhÀngerin der Blutlinie beziehungsweise der kultischen Interessen eine zentrale Figur in Kassandras Suche.

Besonders perfide ist dabei, dass Chrysis eine Einrichtung kontrolliert, deren eigentliche Aufgabe darin besteht, Menschen zu helfen. Das Heiligtum des Asklepios steht fĂŒr Heilung und medizinische FĂŒrsorge, wĂ€hrend Chrysis Angst, Gewalt und Manipulation nutzt, um ihre Geheimnisse zu schĂŒtzen.

Was passiert nach „Kein böses Wort“?

Die Informationen von Mydon fĂŒhren Kassandra direkt zum nĂ€chsten Schritt ihrer Suche. Sie erfĂ€hrt, dass Chrysis mit dem Schicksal des Babys verbunden ist und dass sich ein weiterer wichtiger Ort in Argolis befindet.

Dieser Ort ist der Altar des Apollo Maleatas. Er liegt an den AuslĂ€ufern des Berges Kynortion sĂŒdöstlich des Heiligtums des Asklepios im Tal der TrĂ€ume. Im Spiel wurden Babys, die zum Heiligtum gebracht wurden, zu diesem Altar gebracht, um die Götter um Heilung zu bitten.

Genau dort setzt die folgende Mission „Asche zu Asche“ an. Kassandra macht sich auf die Suche nach Chrysis und folgt damit einer Spur, die sie unmittelbar mit der Geschichte ihres Bruders verbindet.

Der Altar des Apollo Maleatas und die Mission „Asche zu Asche“

Der Altar des Apollo Maleatas ist innerhalb der Geschichte mehr als nur ein weiterer Questmarker. Er verbindet die religiöse Umgebung des Heiligtums mit dem Geheimnis um Chrysis und die Kinder, die dort Hilfe suchten.

In „Asche zu Asche“ wird Kassandra den Altar schließlich aufsuchen. Dort entdeckt sie ein auffĂ€lliges Zeichen und hört das Weinen eines Babys. Gleichzeitig wird der Ort von Kultisten bewacht.

Damit verschiebt sich die Handlung endgĂŒltig von der Suche nach Informationen zur direkten Konfrontation. Kassandra hat lange genug nach Zeugen gesucht. Nun fĂŒhrt die Spur direkt zu der Frau, die offenbar wesentlich mehr ĂŒber die Vergangenheit ihrer Familie weiß: Chrysis.

Der Übergang von „Kein böses Wort“ zu „Asche zu Asche“ ist deshalb besonders gelungen. Erst sammelt Kassandra Hinweise bei den Priestern, anschließend fĂŒhrt sie diese Informationen zu einem konkreten Ort und schließlich zu einer Person, die sie zur Verantwortung ziehen will.

Fazit: Ein Schweigen, das mehr verrÀt als Worte

Assassin's Creed Odyssey [053] – „Kein böses Wort“ ist eine Episode, in der das Schweigen beinahe wichtiger ist als das gesprochene Wort. Mydon kann nicht sprechen, seine Geliebte ĂŒbernimmt die Kommunikation und Chrysis hat dafĂŒr gesorgt, dass die Priester aus Angst schweigen.

Gleichzeitig bekommt Kassandra endlich einen weiteren wichtigen Hinweis auf ihre Mutter Myrrine und ihren Bruder. Mydon hatte versucht, das verletzte Baby zu retten, konnte es jedoch nicht retten. Myrrine wurde daraufhin mit der Nachricht zurĂŒckgelassen, ihr Kind sei gestorben.

FĂŒr Kassandra ist damit jedoch noch lange nicht alles geklĂ€rt. Im Gegenteil: Die Hinweise machen Chrysis erst recht verdĂ€chtig. Die nĂ€chste Spur fĂŒhrt zum Altar des Apollo Maleatas und damit unmittelbar in die nĂ€chste Phase ihrer Suche.

Und so endet diese Episode mit einer klaren Richtung: Kassandra weiß jetzt, wo sie nach Chrysis suchen muss. Die Frage ist nur noch, was sie dort finden wird.

FAQ zu Assassin's Creed Odyssey „Kein böses Wort“

Wo findet Kassandra Mydon in „Kein böses Wort“?

Kassandra findet Mydon im GÀstehaus des Heiligtums des Asklepios in Argolis. Dort trifft sie auf den Àlteren Priester und seine Geliebte.

Wer ist Mydon in Assassin's Creed Odyssey?

Mydon ist ein Ă€lterer Priester des Asklepios. Er besitzt wichtige Informationen darĂŒber, was geschah, als Myrrine mit ihrem schwer verletzten Baby zum Heiligtum kam.

Warum kann Mydon in Assassin's Creed Odyssey nicht sprechen?

Chrysis ließ Mydon seine Zunge verlieren beziehungsweise zwang ihn dazu, um ihn zum Schweigen zu bringen und die Wahrheit ĂŒber die Ereignisse um Myrrine und das Baby geheim zu halten.

Was erfĂ€hrt Kassandra ĂŒber ihre Mutter Myrrine?

Kassandra erfĂ€hrt, dass Myrrine mit einem schwer verletzten Baby zum Heiligtum des Asklepios kam und dort um Hilfe fĂŒr das Kind bat. Myrrine wurde spĂ€ter mitgeteilt, dass das Baby gestorben sei.

Was ist mit Kassandras Bruder passiert?

Mydon versuchte laut der ErzĂ€hlung, das schwer verletzte Baby zu retten. Das Kind war jedoch in einem sehr schlechten Zustand. SpĂ€ter wird deutlich, dass die Geschichte ĂŒber seinen Tod nicht die vollstĂ€ndige Wahrheit war und Chrysis eine entscheidende Rolle spielte.

Wer ist Chrysis in Assassin's Creed Odyssey?

Chrysis ist eine Priesterin und Angehörige des Kultes des Kosmos. Sie besitzt erheblichen Einfluss ĂŒber die Priester des Heiligtums und versucht, Informationen ĂŒber Myrrine und das Baby geheim zu halten.

Wo befindet sich der Altar des Apollo Maleatas?

Der Altar des Apollo Maleatas befindet sich in Argolis, sĂŒdöstlich des Heiligtums des Asklepios, an den AuslĂ€ufern des Berges Kynortion im Tal der TrĂ€ume.

Was passiert nach der Quest „Kein böses Wort“?

Kassandra folgt der Spur zu Chrysis. Die nĂ€chste wichtige Mission ist „Asche zu Asche“, in der sie den Altar des Apollo Maleatas aufsucht und dort erneut auf die AnhĂ€nger des Kultes trifft.

Was bedeutet der Titel „Kein böses Wort“?

Der Titel bezieht sich auf das zentrale Motiv des Schweigens. Mydon kann nicht sprechen, die Priester fĂŒrchten Chrysis und Informationen ĂŒber Kassandras Familie sollen geheim bleiben. Der englische Titel „Speak No Evil“ verweist außerdem auf das bekannte Motiv der drei weisen Affen.


Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play

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