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26/07/2026

Assassin's Creed Odyssey [033] 🗡️ Das Scherbengericht

Assassin's Creed Odyssey [033] 🗡️ Das Scherbengericht

Nach der erfolgreichen Jagd auf Okytos den Großen wartet auf Kassandra eine völlig andere Art von Herausforderung. Statt eines Kultisten, einer Festung oder eines feindlichen Schiffes führt sie ihr Weg diesmal zu einem politischen Ereignis im Herzen Athens: dem Scherbengericht.

Was zunächst wie eine gewöhnliche politische Versammlung wirkt, entpuppt sich schnell als eine der interessantesten gesellschaftlichen Mechaniken im antiken Griechenland. Denn beim Scherbengericht geht es nicht darum, ob eine Person tatsächlich ein Verbrechen begangen hat. Vielmehr können politische Macht, persönliche Abneigungen und die Angst vor einem möglichen Machtmissbrauch darüber entscheiden, wer aus der Stadt verbannt werden soll.

Kassandra soll bei diesem politischen Spiel eingreifen und die Stimmen manipulieren. Doch wie so oft in Assassin's Creed Odyssey läuft auch diese Aufgabe nicht völlig nach Plan. Söldner machen ihr einen Strich durch die Rechnung und sorgen dafür, dass aus der politischen Intrige kurzerhand wieder ein Kampf wird.

Nach der Verkündung des Ergebnisses begegnet Kassandra außerdem Sokrates. Der berühmte Philosoph stellt ihr Fragen, die deutlich schwieriger zu beantworten sind als ein gewöhnlicher Schwertkampf. Anschließend geht die Söldnerjagd weiter und Kassandra muss sich erneut gegen mehrere Gegner behaupten.


Auf dem Weg zum Scherbengericht

Kassandra macht sich zunächst auf den Weg zu ihrem nächsten Missionsziel.

Diesmal führt sie die Reise nicht auf die offene See, sondern durch die Landschaft rund um Athen.

Mit ihrem Pferd erreicht sie schließlich den Ort des Scherbengerichts.

Die Situation unterscheidet sich deutlich von den bisherigen Missionen.

Es geht nicht darum, einen Gegner mit Gewalt auszuschalten.

Stattdessen steht die politische Einflussnahme im Mittelpunkt.

Kassandra soll dabei helfen, das Ergebnis des Verfahrens zu beeinflussen.

Damit wird eine weitere Seite des antiken Athens sichtbar: Politik war nicht nur eine Angelegenheit von Herrschern und Generälen, sondern konnte auch unmittelbar durch die Bevölkerung bestimmt werden.


Was war ein Scherbengericht?

Das historische Scherbengericht, auf Griechisch Ostrakismos, war ein politisches Verfahren im antiken Athen.

Dabei konnten Bürger darüber abstimmen, ob eine einflussreiche Person für einen bestimmten Zeitraum aus Athen verbannt werden sollte.

Das Entscheidende:

Eine solche Verbannung bedeutete nicht zwangsläufig, dass der Betroffene ein Verbrechen begangen hatte.

Vielmehr sollte verhindert werden, dass eine einzelne Person zu mächtig wurde und möglicherweise die politische Ordnung Athens gefährdete.

Die Bürger konnten den Namen desjenigen, den sie verbannen wollten, auf ein Keramikstück schreiben.

Diese Keramikscherben werden als Ostraka bezeichnet.

Daher stammt die Bezeichnung Scherbengericht.


Politik durch Abstimmung

Das Verfahren wirkt aus heutiger Sicht ungewöhnlich.

Doch für das demokratische Athen war es ein Ausdruck politischer Beteiligung.

Die Bürger konnten über die Zukunft prominenter Persönlichkeiten mitentscheiden.

Dabei spielte allerdings nicht ausschließlich die tatsächliche Gefahr eine Rolle.

Auch persönliche Abneigungen, politische Rivalitäten und der Einfluss einflussreicher Personen konnten eine Abstimmung beeinflussen.

Genau hier setzt die Mission an.

Kassandra soll die Stimmen manipulieren.

Damit wird aus dem historischen Verfahren im Spiel eine politische Intrige.


Ein ungewöhnliches Verständnis von Demokratie

Assassin's Creed Odyssey stellt mit dieser Mission eine interessante Frage:

Wie demokratisch ist ein Verfahren wirklich, wenn die Meinung der Menschen manipuliert werden kann?

Demokratie bedeutet schließlich nicht nur, dass Menschen abstimmen dürfen.

Auch die Bedingungen, unter denen sie ihre Entscheidung treffen, sind entscheidend.

Wenn Informationen falsch dargestellt werden oder Personen gezielt beeinflusst werden, kann eine Abstimmung zwar formal demokratisch sein, aber trotzdem zu einem manipulierten Ergebnis führen.

Genau diese Ambivalenz macht das Scherbengericht im Spiel so interessant.


Kassandra soll die Stimmen beeinflussen

Die Aufgabe ist für Kassandra deshalb ungewöhnlich.

Normalerweise löst sie Probleme mit ihrem Schwert, Speer oder Bogen.

Hier ist jedoch ihre Fähigkeit gefragt, sich in politische Angelegenheiten einzumischen.

Sie muss dafür sorgen, dass die Abstimmung in die gewünschte Richtung läuft.

Das zeigt auch eine andere Seite ihrer Persönlichkeit.

Kassandra ist nicht ausschließlich eine Kriegerin.

Sie kann ebenso als Spionin, Ermittlerin, Söldnerin und politische Akteurin auftreten.

Das Rollenspielsystem ermöglicht dadurch unterschiedliche Herangehensweisen an die Welt.


Dann tauchen die Söldner auf

Doch die politische Mission bleibt nicht lange friedlich.

Wie bereits in den vorherigen Episoden verfolgen Söldner Kassandra.

Damit wird die Situation plötzlich wieder deutlich körperlicher.

Gerade der Kontrast zwischen dem politischen Scherbengericht und den anschließenden Kämpfen funktioniert hervorragend.

Eben noch geht es um Stimmen, Macht und gesellschaftlichen Einfluss.

Kurz darauf muss Kassandra wieder zum Schwert greifen.

Die Söldner interessieren sich schließlich nicht für philosophische Diskussionen oder politische Feinheiten.

Sie wollen ihr Kopfgeld.


Das Kopfgeld bleibt eine ständige Gefahr

Das Söldnersystem gehört weiterhin zu den wichtigsten dynamischen Mechaniken von Assassin's Creed Odyssey.

Kassandra kann durch verschiedene illegale Handlungen ein Kopfgeld erhalten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Diebstahl,
  • Mord,
  • Angriff auf Bürger,
  • Zerstörung von Eigentum,
  • Überfälle auf Schiffe.

Je höher das Kopfgeld steigt, desto attraktiver wird Kassandra als Ziel für Söldner.

Dadurch entsteht ein permanenter Druck.

Selbst während einer scheinbar friedlichen Mission kann plötzlich ein neuer Gegner auftauchen.


Söldner gegen Söldner

Kassandra selbst ist schließlich ebenfalls eine Söldnerin.

Das führt zu einer interessanten Situation.

Sie wird von Personen gejagt, die im Grunde denselben Beruf ausüben.

Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Kassandra diesmal das Ziel ist.

Das Söldnersystem erzeugt dadurch einen regelrechten Konkurrenzkampf.

Ein Söldner möchte den anderen übertreffen.

Wer Kassandra zuerst besiegt, erhält die Belohnung.

Damit entsteht eine Art dynamische Rangordnung innerhalb der Söldnerwelt.


Die Söldnerjagd geht weiter

Nachdem die politische Situation geklärt ist, endet die Gefahr allerdings noch nicht.

Weitere Söldner tauchen auf.

Kassandra muss sich erneut gegen sie behaupten.

Diese Kämpfe sind nicht nur eine Belastung, sondern können auch eine Gelegenheit sein.

Besiegte Söldner hinterlassen Erfahrungspunkte, Drachmen und Ausrüstung.

Damit kann Kassandra wiederum stärker werden.

Das Spiel erzeugt somit einen interessanten Kreislauf:

Kopfgeld → Söldner → Kampf → Belohnung → bessere Ausrüstung → stärkere Kassandra.


Die Begegnung mit Sokrates

Nach dem politischen Geschehen wartet eine der bekanntesten Persönlichkeiten des antiken Griechenlands auf Kassandra.

Sokrates.

Die Begegnung mit ihm unterscheidet sich deutlich von nahezu allen bisherigen Gesprächen.

Sokrates ist kein gewöhnlicher Auftraggeber.

Er ist Philosoph.

Und entsprechend führt er Gespräche.

Seine Fragen sind häufig nicht darauf ausgelegt, eine einfache Antwort zu erhalten.

Vielmehr soll Kassandra über bestimmte Themen nachdenken.


Die sokratische Methode

Historisch ist Sokrates vor allem für seine besondere Art des Philosophierens bekannt.

Anstatt seinen Gesprächspartnern einfach Antworten zu geben, stellte er ihnen Fragen.

Durch weitere Fragen versuchte er, Widersprüche in ihren Aussagen sichtbar zu machen.

Diese Methode wird häufig als sokratische Methode bezeichnet.

Das Ziel war nicht unbedingt, eine schnelle Lösung zu präsentieren.

Vielmehr sollte der Gesprächspartner selbst erkennen, dass seine bisherigen Vorstellungen möglicherweise nicht so eindeutig waren, wie er zunächst glaubte.

Genau dieses Prinzip übernimmt Assassin's Creed Odyssey bei den Gesprächen mit Sokrates.


Warum Sokrates' Fragen so schwierig sind

Die Gespräche mit Sokrates sind deshalb so interessant, weil viele Fragen keine eindeutige Antwort besitzen.

Was ist gerecht?

Ist eine Handlung gut, wenn ihre Absicht gut war?

Sollte ein Mensch bestraft werden, wenn er aus Unwissenheit einen Fehler begeht?

Kann eine Gesellschaft gerecht sein, wenn ihre Gesetze ungerecht sind?

Solche Fragen passen hervorragend zu einem Spiel, das sich mit Politik, Macht und Moral beschäftigt.

Kassandra kann ihre Meinung äußern.

Sokrates hinterfragt sie anschließend.


Ein Philosoph mitten im Abenteuer

Die Begegnung mit Sokrates sorgt gleichzeitig für eine willkommene Abwechslung.

Nach zahlreichen Kämpfen gegen Kultisten, Soldaten und Söldner muss der Spieler plötzlich nicht mehr auf Reflexe achten.

Stattdessen geht es um Gedanken.

Das ist eine der großen Stärken von Assassin's Creed Odyssey.

Das Spiel versucht nicht nur, die antike Welt optisch darzustellen.

Es möchte auch zeigen, welche Ideen und gesellschaftlichen Fragen diese Epoche geprägt haben.


Historischer Hintergrund: Sokrates und Athen

Der historische Sokrates lebte ungefähr von 469 bis 399 v. Chr.

Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in Athen.

Anders als viele andere Philosophen hinterließ Sokrates selbst keine schriftlichen Werke.

Unser Wissen über ihn stammt hauptsächlich aus den Schriften anderer Autoren, darunter Platon und Xenophon.

Sokrates wurde schließlich zum Tode verurteilt.

Die Anklage bezog sich unter anderem auf die angebliche Verderbnis der Jugend und die Missachtung der anerkannten Götter Athens.

Im Jahr 399 v. Chr. wurde das Urteil vollstreckt.

Damit ist die Darstellung von Sokrates in Assassin's Creed Odyssey historisch besonders interessant, da das Spiel ihn in einer Phase seines Lebens zeigt, in der er noch aktiv durch Athen geht und mit seinen Mitbürgern diskutiert.


Das historische Scherbengericht und Sokrates

Eine interessante Verbindung ergibt sich zwischen dem Scherbengericht und Sokrates.

Das Scherbengericht war ein politisches Instrument Athens, das insbesondere während des 5. Jahrhunderts v. Chr. genutzt wurde.

Sokrates selbst wurde allerdings nicht durch ein Scherbengericht verbannt.

Sein späteres Todesurteil entstand durch ein reguläres Gerichtsverfahren.

Das Spiel verbindet daher historische Persönlichkeiten und Institutionen miteinander, ohne die Ereignisse exakt nachzuerzählen.

Das ist typisch für die historische Erzählweise der Assassin's-Creed-Reihe.


Geschichte trifft Fiktion

Die Episode zeigt sehr deutlich, wie Ubisoft historische Fakten und Fiktion miteinander verbindet.

Das Scherbengericht existierte tatsächlich.

Sokrates existierte tatsächlich.

Auch die politische Bedeutung Athens und die Existenz professioneller Söldner sind historisch belegt.

Die konkrete Verbindung zwischen Kassandra, den Söldnern, der Manipulation des Scherbengerichts und den Ereignissen der Spielhandlung ist jedoch fiktional.

Genau diese Kombination bildet den Kern der historischen Atmosphäre von Assassin's Creed Odyssey.


Zwischen Philosophie und Gewalt

Besonders interessant ist der Kontrast dieser Episode.

Auf der einen Seite steht Sokrates.

Er stellt Fragen.

Er diskutiert.

Er fordert Kassandra dazu auf, ihre eigenen Vorstellungen zu hinterfragen.

Auf der anderen Seite stehen die Söldner.

Sie diskutieren nicht.

Sie greifen an.

Kassandra muss sich verteidigen.

Diese Gegensätze spiegeln gleichzeitig zwei Seiten des antiken Griechenlands wider: die berühmte philosophische Tradition Athens und die brutale Realität von Krieg, Machtkämpfen und politischer Gewalt.


Fazit

Die Episode „Das Scherbengericht“ gehört zu den ungewöhnlicheren Abschnitten von Assassin's Creed Odyssey. Statt einer klassischen Jagd auf einen Kultisten steht diesmal die politische Welt Athens im Mittelpunkt.

Kassandra nimmt am Scherbengericht teil und soll dabei helfen, das Abstimmungsergebnis zu beeinflussen. Das historische Verfahren zeigt eindrucksvoll, wie die Athener versuchten, die Macht einzelner Personen zu begrenzen. Gleichzeitig verdeutlicht die Mission, wie leicht politische Entscheidungen durch Manipulation, persönliche Abneigungen oder gezielte Einflussnahme beeinflusst werden können.

Doch die Ruhe der politischen Versammlung hält nicht lange an. Söldner greifen Kassandra an und zwingen sie erneut in den Kampf. Die Auseinandersetzungen erinnern daran, dass ihr Kopfgeld auch während anderer Missionen eine ständige Gefahr darstellt.

Besonders interessant ist anschließend die Begegnung mit Sokrates. Seine philosophischen Fragen stellen eine völlig andere Art von Herausforderung dar. Statt eines Gegners mit Schwert oder Speer muss Kassandra diesmal ihre eigenen Vorstellungen verteidigen.

Damit verbindet diese Episode mehrere zentrale Elemente des Spiels: Politik, Geschichte, Philosophie, Moral, Söldner und Action.

Gerade die Begegnung mit Sokrates zeigt, dass Assassin's Creed Odyssey nicht nur die Landschaften und Gebäude des antiken Griechenlands darstellen möchte. Das Spiel versucht ebenso, die Ideenwelt dieser Epoche einzufangen.

Das Scherbengericht bildet dabei einen hervorragenden Einstieg in dieses Thema. Denn die Frage, wer Macht besitzen darf, wie eine Gesellschaft mit vermeintlichen Gefahren umgeht und ob demokratische Entscheidungen tatsächlich gerecht sein können, ist nicht nur für das antike Athen relevant.

Und während Sokrates Kassandra zum Nachdenken bringt, warten draußen bereits die nächsten Söldner.

Die Jagd geht weiter.


Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play

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25/07/2026

Assassin's Creed Odyssey [032] 🗡️ Kultist besiegt [Okytos der Große]

Assassin's Creed Odyssey [032] 🗡️ Kultist besiegt [Okytos der Große]

Nach dem gescheiterten Versuch aus der vorherigen Episode ist Kassandra zurück. Der Kultist, der ihr zuvor aufgrund seines höheren Levels das Leben schwer gemacht hat, soll diesmal endgültig fallen. Sein Name: Okytos der Große. Als Mitglied des Kults des Kosmos gehört er zu den gefährlichen Gegnern, die Kassandra auf ihrem Weg durch das antike Griechenland ausschalten muss.

Doch der zweite Versuch gestaltet sich ebenfalls alles andere als einfach. Okytos ist nicht allein. Seine Wachen sichern das Gebiet und erschweren Kassandra den direkten Zugriff auf ihr eigentliches Ziel. Gleichzeitig machen sich immer wieder Söldner auf den Weg, um die berühmte Söldnerin zu jagen.

Damit entsteht eine gefährliche Situation: Kassandra muss sich gleichzeitig gegen Wachen, Söldner und einen Kultisten behaupten. Trotzdem gelingt es ihr, Okytos immer weiter zu schwächen. Am Ende entscheidet ein gut platzierter Schleichtötung über den Ausgang des Kampfes.

Doch auch nach dem Tod von Okytos ist die Episode noch nicht vorbei. Kassandra kehrt anschließend auf die Ägäis zurück und versenkt weitere Schiffe. Die Folge verbindet damit die Jagd auf den Kult des Kosmos mit dem dynamischen Söldnersystem und den beliebten Seeschlachten von Assassin's Creed Odyssey.


Der zweite Versuch gegen Okytos

Manchmal reicht ein erster Versuch nicht aus.

Das musste Kassandra bereits in der vorherigen Episode feststellen. Der Kultist Okytos der Große erwies sich als Gegner, der momentan noch etwas zu stark für sie war. Der Levelunterschied machte sich im direkten Kampf deutlich bemerkbar und zwang Kassandra schließlich zum Rückzug.

Doch eine Niederlage bedeutet in Assassin's Creed Odyssey nicht zwangsläufig das Ende.

Die offene Spielwelt erlaubt es, einen Gegner später erneut aufzusuchen. Mit etwas mehr Erfahrung, einer besseren Strategie und einem besseren Verständnis der Situation kann ein Kampf, der zuvor unmöglich erschien, plötzlich gewonnen werden.

Genau das passiert in dieser Episode.

Kassandra kehrt zurück.

Diesmal soll Okytos der Große fallen.


Wer ist Okytos der Große?

Okytos der Große gehört zum Kult des Kosmos und ist damit Teil einer Organisation, die Kassandra bereits seit mehreren Episoden verfolgt.

Der Kult operiert im Verborgenen und versucht, Einfluss auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der griechischen Welt zu nehmen. Kassandra hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, seine Mitglieder nach und nach aufzuspüren und auszuschalten.

Die Kultisten sind dabei nicht einfach nur gewöhnliche Gegner.

Viele von ihnen werden von Wachen geschützt und besitzen eine bessere Ausrüstung als normale Soldaten. Dadurch muss Kassandra häufig zunächst die Umgebung kontrollieren, bevor sie überhaupt an ihr eigentliches Ziel herankommt.

Bei Okytos ist genau das der Fall.


Die Wachen stehen zwischen Kassandra und dem Kultisten

Kassandra kann nicht einfach ungestört auf Okytos zugehen.

Seine Wachen sichern den Bereich und stellen ein zusätzliches Hindernis dar.

Deshalb beginnt die Vorbereitung zunächst damit, die Gegner in der Umgebung auszuschalten.

Das ist besonders wichtig, weil ein offener Kampf gegen sämtliche Wachen gleichzeitig unnötige Aufmerksamkeit erzeugen würde.

Eine gute Vorbereitung kann in Assassin's Creed Odyssey einen enormen Unterschied machen.

Kassandra kann beispielsweise:

  • Gegner aus sicherer Entfernung beobachten,
  • einzelne Wachen isolieren,
  • Verstecke nutzen,
  • Gegner lautlos ausschalten,
  • den Kultisten schwächen,
  • anschließend den entscheidenden Angriff durchführen.

Gerade bei stärkeren Kultisten ist diese Vorgehensweise häufig deutlich effektiver als ein direkter Angriff.


Der Kampf gegen die Wachen

Die ersten Gegner fallen.

Damit wird der Weg zu Okytos langsam frei.

Doch die Situation bleibt gefährlich.

Jeder offene Kampf kann neue Gegner anlocken. Und genau hier kommt eine weitere Besonderheit des Spiels ins Spiel: das Söldnersystem.

Denn Kassandra hat sich mittlerweile einen Namen gemacht.

Und ein hoher Bekanntheitsgrad bringt nicht nur Vorteile.

Er kann auch dazu führen, dass immer mehr Söldner auf ihre Spur angesetzt werden.


Söldner erscheinen – einer nach dem anderen

Kaum scheint Kassandra etwas Kontrolle über die Situation zu gewinnen, taucht bereits der nächste Söldner auf.

Und danach noch einer.

Für Kassandra bedeutet das zusätzlichen Stress.

Eigentlich soll ihre gesamte Aufmerksamkeit Okytos gelten. Stattdessen muss sie immer wieder neue Gegner ausschalten.

Doch diesmal kommt ihr die Situation sogar zugute.

Die Söldner sind zwar gefährlich, liefern aber gleichzeitig Erfahrungspunkte, Ausrüstung und weitere Belohnungen.

Jeder besiegte Söldner macht Kassandra ein kleines Stück stärker.

Was zunächst wie ein Problem aussieht, entwickelt sich damit zu einer zusätzlichen Gelegenheit, Erfahrung zu sammeln.


Das Söldnersystem als dynamischer Gegnergenerator

Das Söldnersystem ist eine der Mechaniken, durch die sich Assassin's Creed Odyssey von vielen früheren Teilen der Reihe unterscheidet.

Söldner sind nicht einfach nur Gegner, die an bestimmten Stellen auf der Karte stehen.

Sie können Kassandra aktiv verfolgen.

Dadurch entstehen Situationen, die der Spieler nicht vollständig vorhersehen kann.

Ein geplanter Kampf gegen einen Kultisten kann sich plötzlich in einen Mehrfrontenkampf verwandeln.

Genau das macht die Jagd auf Okytos so interessant.

Kassandra muss improvisieren.


Okytos wird geschwächt

Trotz der zusätzlichen Gegner verliert Kassandra ihr eigentliches Ziel nicht aus den Augen.

Okytos der Große wird Schritt für Schritt geschwächt.

Das ist besonders wichtig, denn ein direkter Kampf gegen einen vollständig kampfbereiten Kultisten wäre weiterhin riskant.

Durch die Kombination aus Nahkampf, Ausweichen, Fähigkeiten und gezielten Angriffen sinkt seine Lebensenergie immer weiter.

Der entscheidende Moment rückt näher.

Doch Kassandra darf sich nicht zu sicher fühlen.

Denn jederzeit kann der nächste Söldner auftauchen.


Der entscheidende Moment: Schleichtötung

Schließlich bietet sich Kassandra eine Gelegenheit.

Der Kultist ist bereits stark geschwächt.

Jetzt kommt eine der klassischen Assassin's-Creed-Mechaniken zum Einsatz:

der Schleichtötung.

Anstatt Okytos in einem langen offenen Kampf zu besiegen, nutzt Kassandra den Überraschungsmoment.

Ein gezielter Angriff.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit.

Und der Kultist fällt.

Damit gelingt endlich das, was in der vorherigen Episode noch nicht möglich war.

Okytos der Große ist besiegt.


Warum die Schleichtötung so effektiv ist

Die Schleichtötung ist in Assassin's Creed Odyssey besonders interessant, weil das Spiel deutlich stärker auf Rollenspielelemente setzt als viele ältere Teile der Serie.

Ein Angriff aus dem Verborgenen kann abhängig von Kassandras Fähigkeiten und Ausrüstung erheblichen Schaden verursachen.

Dafür sind verschiedene Faktoren entscheidend:

  • Assassinenschaden,
  • Fähigkeiten,
  • Gravuren,
  • Ausrüstungslevel,
  • Level des Gegners,
  • Schwächung des Gegners.

Das bedeutet, dass eine Schleichtötung nicht immer automatisch tödlich ist.

In diesem Fall ist Okytos jedoch bereits so stark geschwächt, dass der Angriff ausreicht.


Ein Kultist weniger

Mit dem Tod von Okytos der Große erhält Kassandra einen weiteren Erfolg bei ihrer Jagd auf den Kult des Kosmos.

Jeder ausgeschaltete Kultist bringt sie ihrem großen Ziel näher.

Dabei geht es nicht ausschließlich um Erfahrungspunkte und Beute.

Kassandra erhält durch die Kultistenjagd auch weitere Informationen über die Struktur der Organisation.

Die einzelnen Mitglieder sind miteinander verbunden.

Je mehr Kultisten fallen, desto mehr Hinweise werden auf weitere Mitglieder und deren Aufenthaltsorte sichtbar.

Die Jagd entwickelt sich dadurch zu einer Art persönlichem Fahndungsnetz.


Der Sieg hat seinen Preis

Auch wenn Kassandra den Kultisten besiegt, war der Kampf alles andere als leicht.

Die vielen Söldner haben ihre Ressourcen beansprucht.

Gesundheit, Adrenalin und Konzentration mussten immer wieder eingesetzt werden.

Gerade solche Situationen zeigen, dass ein Sieg nicht ausschließlich von der Stärke des Charakters abhängt.

Auch taktisches Denken spielt eine wichtige Rolle.

Kassandra hätte den Kampf vermutlich deutlich schwerer gehabt, wenn sie gleichzeitig alle Wachen, Okytos und die Söldner frontal angegriffen hätte.

Die Kombination aus Vorbereitung und Gelegenheit führt letztendlich zum Erfolg.


Vom Land zurück auf die See

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Kultistenjagd ist die Episode jedoch noch nicht beendet.

Kassandra kehrt wieder zur Adrestia zurück.

Die Reise auf der Ägäis geht weiter.

Und wie bereits in den vergangenen Episoden wartet dort die nächste Einnahmequelle.

Feindliche Schiffe.

Für Kassandra und ihre Crew bedeutet das:

Zeit für weitere Seeschlachten.


Weitere Schiffe werden versenkt

Die Adrestia nimmt Kurs auf weitere Schiffe.

Die Kämpfe dienen nicht nur der Unterhaltung.

Wie bereits zuvor bringen die Seeschlachten wertvolle Ressourcen und Erfahrungspunkte.

Dazu kommen Drachmen und weitere Beute.

Diese Materialien werden benötigt, um Kassandra und ihre Ausrüstung weiterzuentwickeln.

Auch die Adrestia selbst kann kontinuierlich verbessert werden.

Je stärker das Schiff wird, desto leichter lassen sich spätere Seeschlachten bewältigen.


Warum sich die Schiffsjagd weiterhin lohnt

Die Jagd auf feindliche Schiffe ist deshalb mehr als eine kleine Nebenbeschäftigung.

Sie bildet einen wichtigen Bestandteil des Wirtschaftssystems von Assassin's Creed Odyssey.

Die gewonnenen Ressourcen können unter anderem für folgende Zwecke eingesetzt werden:

  • Schiffsausbau,
  • Waffenverbesserungen,
  • Rüstungsverbesserungen,
  • Gravuren,
  • weitere Ausrüstung.

Dadurch entsteht ein Kreislauf.

Kassandra kämpft.

Kassandra erhält Beute.

Die Beute wird für Verbesserungen eingesetzt.

Die Verbesserungen machen Kassandra stärker.

Und dadurch kann sie wiederum stärkere Gegner besiegen.


Historischer Hintergrund: Söldner im antiken Griechenland

Das Söldnersystem von Assassin's Creed Odyssey ist zwar eine moderne Interpretation, besitzt jedoch historische Grundlagen.

Söldner waren in der griechischen Antike keineswegs ungewöhnlich.

Krieger konnten für verschiedene Auftraggeber kämpfen und erhielten dafür eine Bezahlung. Besonders professionelle Kämpfer aus Regionen wie Arkadien oder Kreta waren für ihre militärischen Fähigkeiten bekannt.

Im Verlauf der griechischen Geschichte wurden Söldner in unterschiedlichen Konflikten eingesetzt.

Die Darstellung im Spiel ist daher nicht vollkommen aus der Luft gegriffen.

Allerdings ist das Konzept, dass Söldner Kassandra aufgrund eines persönlichen Kopfgeldes über die gesamte Spielwelt verfolgen, natürlich eine spielerische Erweiterung.


Die Kultistenjagd als roter Faden

Die Episode macht erneut deutlich, wie wichtig der Kult des Kosmos für die Geschichte von Assassin's Creed Odyssey ist.

Während Kassandra ursprünglich vor allem nach ihrer Familie und der Wahrheit über ihre Vergangenheit sucht, wird die Jagd auf den Kult immer persönlicher.

Jeder besiegte Kultist ist ein weiterer Schritt.

Okytos der Große ist deshalb nicht einfach nur ein Gegner, der besiegt werden musste.

Er ist ein weiteres Puzzleteil in Kassandras Suche nach der Wahrheit.


Was diese Episode besonders macht

Die Folge zeigt vor allem eine wichtige Lektion:

Ein gescheiterter Versuch muss keine Niederlage bleiben.

In der vorherigen Episode war Okytos noch zu stark.

Diesmal wird die Situation anders angegangen.

Kassandra nutzt die Wachen, Söldner und die Umgebung zu ihrem Vorteil. Sie schwächt den Kultisten und wartet schließlich auf den richtigen Moment.

Der entscheidende Schleichtötungsangriff beendet den Kampf.

Genau solche Situationen machen den Rollenspielcharakter von Assassin's Creed Odyssey aus.

Der Spieler muss nicht immer stärker sein als der Gegner.

Manchmal muss er einfach cleverer vorgehen.


Fazit

Die Episode „Kultist besiegt [Okytos der Große] bildet einen gelungenen Abschluss des vorherigen Fehlschlags. Nach dem ersten erfolglosen Versuch kehrt Kassandra zu ihrem Ziel zurück und stellt sich erneut dem Kultisten des Kosmos.

Diesmal werden zunächst die Wachen ausgeschaltet, um den Zugang zu Okytos zu erleichtern. Gleichzeitig tauchen immer wieder Söldner auf, die Kassandra aufgrund ihres Kopfgeldes verfolgen. Was zunächst wie ein zusätzliches Problem wirkt, entwickelt sich jedoch zu einer Möglichkeit, weitere Erfahrungspunkte und Beute zu sammeln.

Der entscheidende Unterschied zur vorherigen Begegnung besteht in der Vorbereitung. Okytos wird nach und nach geschwächt, bis Kassandra schließlich die Gelegenheit für eine Schleichtötung erhält. Der Kultist fällt und ein weiteres Mitglied des Kults des Kosmos ist damit ausgeschaltet.

Doch nach dem Sieg ist noch lange nicht Schluss. Kassandra setzt ihre Reise auf der Adrestia fort und nimmt weitere feindliche Schiffe ins Visier. Die anschließenden Seeschlachten liefern zusätzliche Ressourcen, Drachmen und Erfahrungspunkte und helfen dabei, sowohl Kassandra als auch ihr Schiff weiterzuentwickeln.

Damit zeigt Episode 032 sehr schön, was Assassin's Creed Odyssey als Rollenspiel auszeichnet: Vorbereitung, taktisches Vorgehen und die Bereitschaft, nach einem Fehlschlag einen neuen Versuch zu starten. Manchmal reicht ein einziger Moment der Unachtsamkeit des Gegners, um einen zuvor scheinbar übermächtigen Kultisten zu Fall zu bringen.

Okytos der Große ist besiegt – doch die Jagd auf den Kult des Kosmos geht weiter.


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