Assassin's Creed Rogue [028] ⚔️ Die Einführung in den Templerorden
In dieser Episode von Assassin's Creed Rogue erreicht die Geschichte rund um Shay Patrick Cormac einen entscheidenden Wendepunkt. Nach seinem endgültigen Bruch mit den Assassinen steht Shay nun an der Schwelle zu einem neuen Leben – als Mitglied des Templerordens. Die Ereignisse dieser Sequenz sind nicht nur emotional aufgeladen, sondern auch erzählerisch essenziell für das Verständnis der Ideologie, die das Spiel antreibt.
Diese Folge beleuchtet Shays offizielle Einführung in den Templerorden, die philosophischen Spannungen zwischen Assassinen und Templern, sowie die Rückkehr in die Gegenwart, in der wir als Spieler tiefer in die Geheimnisse von Abstergo eintauchen. Zudem erleben wir eine kurze, aber atmosphärisch dichte Vorsequenz in Paris, in der Shay gemeinsam mit Benjamin Franklin unterwegs ist.
Shays Aufnahme in den Templerorden – Ein ideologischer Wendepunkt
Nachdem Shay von den Assassinen verraten und beinahe getötet wurde, findet er Zuflucht bei den Templern. Unter der Führung von Haytham Kenway und dem Großmeister des Ordens erhält Shay eine einzigartige Gelegenheit: die offizielle Aufnahme in den Templerorden.
Diese Szene ist mehr als nur ein formeller Akt – sie ist eine ideologische Neuausrichtung. Shay erkennt, dass die Assassinen in ihrem Streben nach Freiheit bereit sind, unkontrollierbare Risiken einzugehen. Die Katastrophe von Lissabon hat ihn geprägt. Für ihn steht fest: Freiheit ohne Ordnung führt ins Chaos.
Die Templer hingegen vertreten das Prinzip der strukturierten Kontrolle. Ihre Vision einer stabilen Weltordnung erscheint Shay nun als die moralisch vertretbarere Alternative. Seine Aufnahme symbolisiert daher nicht nur einen Seitenwechsel, sondern einen tiefgreifenden Wandel seiner Weltanschauung.
Ab diesem Moment ist Shay kein Suchender mehr – er ist ein überzeugter Templer.
Der Bruch mit den Assassinen – Ein endgültiger Abschied
Mit der Einführung in den Orden kehrt Shay den Assassinen endgültig den Rücken. Der Konflikt zwischen beiden Fraktionen bildet das narrative Fundament von Assassin's Creed Rogue. Anders als in vorherigen Teilen der Reihe erleben wir hier die Perspektive eines ehemaligen Assassinen, der zum Gegner wird.
Diese Umkehr der klassischen Rollen verleiht dem Spiel eine besondere Tiefe. Der Spieler muss sich mit der Frage auseinandersetzen:
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Ist absolute Freiheit wirklich erstrebenswert?
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Kann Kontrolle unter Umständen moralisch gerechtfertigt sein?
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Wo liegt die Grenze zwischen Idealismus und Fanatismus?
Shays Entscheidung wirkt nicht impulsiv, sondern rational begründet. Gerade das macht sie so glaubwürdig – und tragisch.
Rückkehr in die Gegenwart – Abstergo und die Philosophie der Wahl
Nach der feierlichen Aufnahme wechselt die Handlung wieder in die Gegenwart. Wir befinden uns im Umfeld von Abstergo Industries, dem modernen Arm der Templer.
Hier wird das philosophische Thema der Episode erneut aufgegriffen: die Wahl zwischen Ordnung und Freiheit.
Interessant ist dabei, dass dem „Mitarbeiter“ – also dem Spielercharakter in der Gegenwart – eine ähnliche Wahl präsentiert wird wie einst Shay. Abstergo stellt sich als rationales, strukturiertes Unternehmen dar, das Stabilität und Fortschritt verspricht.
Mit dem Erreichen von Level 2 im Abstergo-System erhalten wir erweiterten Zugriff auf interne Computer. Diese Mechanik dient nicht nur dem Gameplay, sondern auch dem Worldbuilding. Wir können tiefer in Daten, Dokumente und versteckte Informationen eintauchen.
Hier zeigt sich die Stärke des modernen Assassin’s Creed-Designs: Die Metaebene ergänzt die historische Handlung und vertieft das ideologische Spannungsfeld.
Paris – Eine Vorsequenz mit Benjamin Franklin
Zurück in der Vergangenheit verschlägt es Shay nach Paris. Dort trifft er auf Benjamin Franklin. Diese Sequenz dient als eine Art narrative Brücke zur eigentlichen Haupterinnerung.
Franklin, bekannt als Wissenschaftler, Diplomat und politischer Denker, wird hier in ein actionreiches Szenario eingebunden. Shay erhält den Auftrag, ihn vor Banditen zu schützen.
Diese Mission erfüllt mehrere Funktionen:
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Sie zeigt Shays neue Rolle als Templer-Beschützer.
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Sie etabliert die Freundschaft zwischen Shay und Franklin.
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Sie verdeutlicht die geopolitischen Spannungen der Epoche.
Die Atmosphäre in Paris ist dicht und lebendig. Straßen, Gassen und Bürger spiegeln die Unruhe der Zeit wider. Gleichzeitig wird deutlich, dass Shay seine Fähigkeiten nicht verloren hat – im Gegenteil. Seine Erfahrung als ehemaliger Assassine macht ihn zu einem besonders effektiven Templer.
Shay und Franklin – Eine ungewöhnliche Freundschaft
Die Beziehung zwischen Shay und Franklin wirkt überraschend harmonisch. Franklin, der für Aufklärung und Wissenschaft steht, scheint Shays pragmatische Haltung zu respektieren.
Hier entsteht eine interessante Parallele: Beide Männer suchen nach Lösungen für komplexe Probleme – der eine politisch, der andere militärisch. Diese Zusammenarbeit unterstreicht, dass die Templer nicht bloß als Antagonisten dargestellt werden, sondern als strategisch denkende Akteure mit langfristigen Zielen.
Gespräche mit Haytham – Die Vorläufertempel
Nach der Vorsequenz folgt ein bedeutendes Gespräch zwischen Shay und Haytham Kenway. Thema sind die geheimnisvollen Vorläufertempel – Relikte einer uralten Zivilisation.
Diese sogenannten „Pieces of Eden“ stehen im Zentrum des übergeordneten Assassin’s Creed-Kanons. Die Templer verfolgen das Ziel, diese Artefakte zu kontrollieren, um globale Stabilität zu sichern.
Haytham tritt hier als strategischer Mentor auf. Er analysiert Informationen, plant strukturiert und denkt langfristig. Im Gegensatz zu den oft impulsiven Entscheidungen der Assassinen wirkt das Vorgehen der Templer kalkuliert.
Shay findet in Haytham eine Vaterfigur – jemanden, der ihn ernst nimmt und seine Fähigkeiten anerkennt.
Gameplay-Analyse: Narrative und Mechanik im Einklang
Aus spielmechanischer Sicht ist diese Episode besonders interessant:
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Fortschritt im Abstergo-System (Level 2)
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Schutzmission mit Franklin
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Dialogsequenzen mit ideologischem Tiefgang
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Vorbereitung auf kommende Hauptmissionen
Die Mischung aus Storytelling und Gameplay sorgt für ein hohes Maß an Immersion. Besonders stark ist die emotionale Identifikation mit Shay, da seine Motivation nachvollziehbar bleibt.
Ubisoft gelingt es hier, die Templer nicht als eindimensionale Bösewichte darzustellen. Stattdessen entsteht ein differenziertes Bild zweier konkurrierender Weltanschauungen.
Ideologischer Kern von Assassin's Creed Rogue
Was diese Episode so bedeutend macht, ist ihre klare Fokussierung auf die philosophische Grundfrage der gesamten Reihe:
Ordnung oder Freiheit? Kontrolle oder Chaos?
Ubisoft nutzt Shays Perspektivwechsel, um das bekannte Narrativ aufzubrechen. Der Spieler wird gezwungen, eingefahrene Denkmuster zu hinterfragen.
Shay ist kein Verräter aus Eigennutz – er ist ein Idealist mit neuem Ziel.
Fazit: Ein Schlüsselmoment der Handlung
Die Einführung in den Templerorden markiert einen der wichtigsten Momente in Assassin's Creed Rogue. Shay entscheidet sich bewusst für eine neue Ideologie, während wir in der Gegenwart tiefer in die Strukturen von Abstergo eintauchen.
Die Vorsequenz mit Benjamin Franklin sowie das strategische Gespräch mit Haytham Kenway runden die Episode narrativ ab. Gleichzeitig bereitet das Spiel größere Konflikte vor, insbesondere im Zusammenhang mit den Vorläufertempeln.
Diese Folge zeigt eindrucksvoll, warum Assassin’s Creed Rogue innerhalb der Reihe eine Sonderstellung einnimmt: Es zwingt uns, die Perspektive zu wechseln – und genau das macht es so spannend.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Rogue – Velgandr's Let’s Play
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