Assassin's Creed Odyssey [064] 🗡️ WILLKOMMEN IN MAKEDONIEN
Die Reise von Kassandra geht weiter – und diesmal führt sie in eine Region, die historisch besonders interessant ist: Makedonien. Nach den Ereignissen rund um ihre Mutter Myrrine steht für Kassandra zunächst eine größere Reise an. Doch bevor sie ihr neues Ziel erreicht, machen ihr erneut Söldner das Leben schwer.
In Assassin's Creed Odyssey [064] – „WILLKOMMEN IN MAKEDONIEN“ verbindet sich deshalb wieder einmal freies Erkunden mit der persönlichen Geschichte der Protagonistin. Kassandra nutzt Schnellreise, Pferd und die Adrestia, entdeckt neue Orte, sammelt Erfahrung und muss sich mit Söldnern auseinandersetzen. Gleichzeitig öffnet die Reise nach Makedonien ein historisches Kapitel, das weit über die Ereignisse des Spiels hinausgeht.
Denn wenn heute von Makedonien gesprochen wird, denken viele Menschen sofort an Alexander den Großen. Das ist durchaus passend, auch wenn dessen große Zeit noch Jahrhunderte nach Kassandras Abenteuer liegt. Das antike Königreich Makedonien war bereits lange vor Alexander eine eigenständige politische Macht im Norden der griechischen Welt.
Die Reise nach Makedonien beginnt mit Söldnern
Kaum beginnt die Reise, wird Kassandra erneut von Söldnern abgefangen. Diese Begegnungen gehören inzwischen fast schon zum Alltag einer Misthios. Besonders interessant ist dabei die Situation auf See: Die Söldner können Kassandra nicht einfach auf ihrem Schiff verfolgen und so entsteht eine Gelegenheit, die Gegner vergleichsweise kontrolliert zu bekämpfen.
Genau solche Situationen zeigen eine der Stärken von Assassin's Creed Odyssey. Das Spiel zwingt den Spieler nicht immer zu einem einzigen Lösungsweg. Je nach Situation kann Kassandra kämpfen, ausweichen, reisen oder ihre Umgebung taktisch nutzen. Die offene Welt ermöglicht dadurch unterschiedliche Herangehensweisen.
In dieser Episode wird deshalb zunächst die Gelegenheit genutzt, die beiden Söldner zu bekämpfen, bevor die Reise fortgesetzt wird. Anschließend geht es per Schnellreise Richtung Argos, von wo aus Kassandra ihre Reise nach Makedonien fortsetzt.
Mit dem Pferd durch Griechenland – warum Reisen trotzdem wichtig ist
Nach der Schnellreise beginnt der nächste Abschnitt der Reise zu Pferd. Die Entfernung ist größer, aber gerade diese längeren Wege gehören zu den Momenten, in denen Assassin's Creed Odyssey seine offene Welt besonders gut zur Geltung bringt. Kassandra reitet durch Landschaften, passiert Siedlungen und entdeckt neue Orte.
Die automatische Navigation mit dem Pferd kann dabei eine angenehme Möglichkeit sein, längere Strecken zurückzulegen. Gleichzeitig erhält der Spieler einen Eindruck davon, wie groß die Spielwelt tatsächlich angelegt ist. Neue Orte können außerdem Erfahrungspunkte bringen.
Auf einem höheren Charakterlevel verliert dieser Erfahrungsgewinn zwar etwas an Bedeutung, dennoch bleibt die Erkundung sinnvoll. Assassin's Creed Odyssey belohnt den Spieler immer wieder dafür, die Welt nicht nur als Kulisse für Hauptmissionen zu betrachten.
Warum Synchronisationspunkte so wichtig sind
Eine besondere Rolle spielen dabei die Synchronisationspunkte. Kassandra erklimmt markante Aussichtspunkte und synchronisiert ihre Umgebung. Neben dem praktischen Nutzen für die Schnellreise sind diese Orte häufig so gewählt, dass sie einen Blick auf interessante Landschaften oder historische beziehungsweise kulturell inspirierte Sehenswürdigkeiten ermöglichen.
Genau darin liegt eine der großen Stärken der Inszenierung von Assassin's Creed Odyssey: Die Welt soll nicht nur groß sein, sondern auch sehenswert. Ein Synchronisationspunkt funktioniert deshalb gleichzeitig als Gameplay-Mechanik und als Aussichtspunkt.
Warum Makedonien in Assassin's Creed Odyssey besonders interessant ist
Der eigentliche Höhepunkt dieser Reise ist die Ankunft in Makedonien. Historisch betrachtet handelt es sich dabei nicht einfach um eine weitere griechische Region, sondern um ein Königreich mit einer eigenen politischen Entwicklung.
Das antike Makedonien lag im Norden der griechischen Halbinsel. Die Region war reich an natürlichen Ressourcen, insbesondere an Holz, und spielte aufgrund ihrer geografischen Lage eine wichtige Rolle zwischen der griechischen Welt, Illyrien und Thrakien.
Makedonien entwickelte sich dabei anders als die bekannten Poleis wie Athen oder Sparta. Während viele südgriechische Gemeinwesen als Stadtstaaten organisiert waren, war Makedonien eine Monarchie. Gerade diese politische Struktur sollte später entscheidend werden.
Alexander der Große war noch lange nicht geboren
Wer bei Makedonien sofort an Alexander den Großen denkt, sollte allerdings einen wichtigen zeitlichen Abstand beachten. Assassin's Creed Odyssey spielt im Jahr 431 v. Chr., während Alexander III. von Makedonien erst 356 v. Chr. geboren wurde.
Das bedeutet: Zwischen Kassandras Abenteuer und der Geburt Alexanders liegen ungefähr 75 Jahre. Der berühmte makedonische Eroberer gehört also nicht in die Zeit, die Kassandra unmittelbar erlebt.
Trotzdem ist Makedonien bereits eine bedeutende politische Landschaft. Die spätere Entwicklung unter Philipp II. und Alexander dem Großen baut auf einer langen Geschichte makedonischer Staatsbildung auf. Philipp II. regierte erst ab 359 v. Chr. und machte Makedonien innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer dominierenden Macht der griechischen Welt.
Unter Philipp II. wurde das Heer umfassend reformiert. Besonders bekannt wurde die makedonische Phalanx mit der langen Sarissa. 338 v. Chr. besiegten Philipp und sein Sohn Alexander die verbündeten Kräfte von Athen und Theben bei Chaironeia. Damit wurde Makedoniens Vormachtstellung in Griechenland deutlich gefestigt.
Für diese Episode bedeutet das: Kassandra betritt eine Region, die historisch noch nicht das Makedonien der späteren Weltmacht ist, aber bereits Teil einer politischen Landschaft darstellt, aus der einige Jahrzehnte später eine der mächtigsten Monarchien der antiken Mittelmeerwelt hervorgehen sollte.
Die Töchter der Artemis und Lamia
Ein weiterer interessanter Punkt rund um die Reise betrifft die Töchter der Artemis. Diese Gruppe gehört zur Welt von Assassin's Creed Odyssey und verbindet Jagd, Religion und Kampf miteinander.
Die Töchter der Artemis werden im Spiel als weibliche Kriegerinnen dargestellt, die Artemis, der griechischen Göttin der Jagd, verehren. Sie leben bevorzugt in abgelegenen Waldgebieten und an Orten, die mit Artemis verbunden sind. Zu ihren Fähigkeiten gehören insbesondere Bogenschießen und der Umgang mit Tieren.
Eine ihrer Siedlungen befindet sich im Spiel bei Lamia in Malis. Damit entsteht eine interessante Verbindung zwischen der Reise durch Griechenland und einer der markanten Fraktionen des Spiels.
Wichtig ist allerdings die historische Einordnung: Die Töchter der Artemis sind keine nachgewiesene historische Frauenkrieger-Organisation aus dem Griechenland des 5. Jahrhunderts v. Chr. Sie sind eine fiktionale Gruppierung innerhalb der Spielwelt. Assassin's Creed Odyssey verbindet hier historische Religion und Orte mit einer spielerischen Interpretation.
Die Questreihe rund um die Töchter der Artemis macht diese Verbindung besonders deutlich. Kassandra kann Daphnae begegnen und sich auf die Jagd nach legendären Tieren begeben. Zu den Prüfungen gehören unter anderem der Kalydonische Eber, der Nemeische Löwe und weitere legendäre Tiere.
Damit nutzt Ubisoft ein bekanntes Element der griechischen Mythologie – Artemis als Göttin der Jagd – und verwandelt es in eine spielbare Fraktion mit eigener Queststruktur.
Was Makedonien historisch so bedeutend macht
Makedonien ist nicht nur wegen Alexander des Großen interessant. Seine Bedeutung beginnt wesentlich früher. Das Königreich lag in einer strategisch wichtigen Position und verfügte über Ressourcen, die für Handel und militärische Macht relevant waren.
Besonders Holz war wertvoll. Die bewaldeten Regionen Makedoniens konnten Material für Bauvorhaben und Schiffe liefern. Gerade für die antike Welt, in der Seemacht eine entscheidende Rolle spielte, waren solche Ressourcen von großer Bedeutung.
Später sollte sich diese geografische und wirtschaftliche Ausgangslage mit einer starken Monarchie und einer reformierten Armee verbinden. Philipp II. baute Makedonien zu einer militärischen Großmacht aus. Sein Sohn Alexander erbte anschließend ein außergewöhnlich leistungsfähiges Heer und nutzte diese Grundlage für seinen Feldzug gegen das Perserreich.
Wer in Assassin's Creed Odyssey also durch Makedonien reist, bewegt sich durch eine Region, deren historische Bedeutung sich erst in den folgenden Generationen dramatisch verstärken sollte.
Level 25: Warum neue Orte trotzdem Erfahrung bringen
Kassandra befindet sich zu diesem Zeitpunkt ungefähr auf Level 25. Dadurch verändert sich auch die Bedeutung bestimmter Belohnungen. Erfahrungspunkte sind weiterhin nützlich, aber einzelne XP-Belohnungen durch die Entdeckung neuer Orte fallen im Verhältnis zum benötigten Fortschritt weniger stark ins Gewicht.
Trotzdem ist das Erkunden nicht nutzlos. Neue Gebiete eröffnen Schnellreisepunkte, Sehenswürdigkeiten, Nebenaktivitäten und weitere Möglichkeiten, die Spielwelt kennenzulernen. Besonders bei einer Reise in eine neue Region lohnt es sich daher, nicht ausschließlich auf das Missionsziel zu achten.
Genau das macht die Episode „WILLKOMMEN IN MAKEDONIEN“ zu einem passenden Übergang: Kassandra bewegt sich von ihrer persönlichen Familiengeschichte zunehmend in größere politische Zusammenhänge.
Von Kassandra zur Geschichte Makedoniens
Was diese Episode besonders interessant macht, ist der Kontrast zwischen persönlicher Reise und historischem Hintergrund. Kassandra reist nicht nach Makedonien, um eine historische Persönlichkeit wie Alexander den Großen zu treffen. Sie bewegt sich durch eine Welt, die einige Generationen vor dessen Aufstieg existiert.
Gerade deshalb funktioniert die historische Einordnung so gut. Das Spiel zeigt eine Momentaufnahme Griechenlands während des Peloponnesischen Krieges. Der Spieler kann dabei Regionen kennenlernen, deren spätere Geschichte enorm wichtig werden sollte.
Makedonien ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Aus einem Königreich am nördlichen Rand der griechischen Welt entwickelte sich im 4. Jahrhundert v. Chr. unter Philipp II. eine dominierende Macht. Alexander der Große führte diese Entwicklung anschließend auf eine völlig neue Ebene.
Die Reise in dieser Episode ist deshalb mehr als nur ein Ortswechsel. Sie markiert einen neuen Abschnitt der Reise und öffnet gleichzeitig den Blick auf eine Region, deren historische Bedeutung kaum überschätzt werden kann.
Fazit: Willkommen in Makedonien
Assassin's Creed Odyssey [064] – „WILLKOMMEN IN MAKEDONIEN“ ist eine vergleichsweise ruhige Reiseepisode, die dennoch mehrere wichtige Elemente des Spiels miteinander verbindet. Söldner sorgen für unerwartete Gefahren, Schnellreise und Pferd verkürzen die lange Strecke und Synchronisationspunkte geben erneut Gelegenheit, die Landschaft zu betrachten.
Gleichzeitig bietet die Ankunft in Makedonien einen hervorragenden Anlass, die historische Entwicklung dieser Region näher zu betrachten. Das Makedonien von 431 v. Chr. ist noch nicht das mächtige Reich Philipps II. und Alexanders des Großen. Dennoch handelt es sich bereits um ein eigenständiges Königreich mit einer besonderen politischen und geografischen Stellung in der griechischen Welt.
Und genau hier liegt für mich einer der spannendsten Aspekte von Assassin's Creed Odyssey: Eine Reise durch die Spielwelt kann gleichzeitig eine Reise durch Geschichte, Mythologie und Game Design sein. Kassandra reitet einfach ihrem nächsten Ziel entgegen – während im Hintergrund bereits die Landschaft existiert, aus der später eine der berühmtesten Herrscherdynastien der Antike hervorgehen wird.
FAQ zu Assassin's Creed Odyssey und Makedonien
Wann spielt Assassin's Creed Odyssey?
Die Handlung von Assassin's Creed Odyssey beginnt im Jahr 431 v. Chr., während des Peloponnesischen Krieges. Die Ereignisse liegen damit deutlich vor der Zeit Alexanders des Großen.
Wo liegt Makedonien in Assassin's Creed Odyssey?
Das antike Makedonien liegt im Norden der griechischen Halbinsel. Es war ein eigenständiges Königreich und unterschied sich politisch von vielen südgriechischen Stadtstaaten.
War Makedonien im antiken Griechenland ein Stadtstaat?
Nein. Makedonien war grundsätzlich als Monarchie organisiert. Damit unterschied es sich deutlich von politischen Zentren wie Athen, die als Polis organisiert waren.
War Alexander der Große zur Zeit von Assassin's Creed Odyssey schon geboren?
Nein. Alexander der Große wurde erst 356 v. Chr. geboren. Die Handlung von Assassin's Creed Odyssey beginnt ungefähr 75 Jahre früher.
Wer waren die Töchter der Artemis in Assassin's Creed Odyssey?
Die Töchter der Artemis sind eine fiktionale Gruppe weiblicher Jägerinnen und Kriegerinnen, die Artemis verehren. Sie sind besonders mit Jagd, Bogenschießen und der Wildnis verbunden.
Wo befindet sich Lamia in Assassin's Creed Odyssey?
Lamia ist im Spiel mit den Töchtern der Artemis verbunden und befindet sich in der Region Malis. Die Siedlung gehört zur Darstellung dieser Fraktion in Assassin's Creed Odyssey.
Warum sind Synchronisationspunkte in Assassin's Creed Odyssey wichtig?
Synchronisationspunkte dienen unter anderem dazu, Bereiche der Spielwelt zu erschließen und Schnellreisemöglichkeiten freizuschalten. Gleichzeitig bieten sie häufig einen guten Blick auf Landschaften und Sehenswürdigkeiten.
Warum bekommt Kassandra Erfahrung für die Entdeckung neuer Orte?
Die Entdeckung neuer Orte gehört zu den Erkundungsmechaniken von Assassin's Creed Odyssey. Das Spiel belohnt dadurch die Erkundung der offenen Welt mit Erfahrung und weiteren Reisemöglichkeiten.
Warum wurde Makedonien später unter Philipp II. so mächtig?
Philipp II. reformierte das makedonische Heer, stärkte das Königreich politisch und militärisch und erweiterte seinen Einfluss auf große Teile Griechenlands. Sein Sohn Alexander erbte anschließend diese starke Ausgangslage.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play
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