Assassin's Creed Odyssey [004] 🗡️ Auge um Auge
Mit der vierten Episode von Assassin's Creed Odyssey beginnt der Abenteueralltag auf Kephallonia spürbar an Fahrt aufzunehmen. Nachdem Kassandra bereits erste Aufträge für Markos erledigt und ihre Fähigkeiten als Söldnerin unter Beweis gestellt hat, wartet nun eine Mission, die auf den ersten Blick fast harmlos wirkt – tatsächlich jedoch zu den riskanteren Aufgaben der Anfangsphase gehört. Unter dem Titel „Auge um Auge“ soll sie dem berüchtigten Zyklopen sein wertvolles Obsidian-Auge stehlen.
Was zunächst wie ein gewöhnlicher Diebstahl erscheint, entwickelt sich schnell zu einer spannenden Mischung aus Heimlichkeit, Erkundung und taktischem Vorgehen. Gerade diese Mission zeigt sehr gut, dass Assassin's Creed Odyssey nicht nur auf offene Kämpfe setzt, sondern den Spieler regelmäßig dazu motiviert, Situationen clever zu lösen. Wer unüberlegt handelt, riskiert einen deutlich schwierigeren Verlauf der Mission.
Markos und seine fragwürdigen Geschäfte
Markos gehört zu den ersten wichtigen Charakteren, denen Kassandra auf Kephallonia begegnet. Er besitzt Charme, Überzeugungskraft und große Träume – allerdings fehlt ihm häufig das Verantwortungsbewusstsein, seine Pläne auch selbst umzusetzen. Stattdessen verlässt er sich immer wieder auf Kassandra, die seine Probleme lösen soll.
Auch diesmal stammt der Auftrag von ihm. Das berühmte Obsidian-Auge des Zyklopen soll in seinen Besitz gelangen. Warum genau Markos dieses Artefakt unbedingt haben möchte, bleibt zunächst zweitrangig. Für ihn zählt allein der mögliche Gewinn.
Kassandra hingegen weiß sofort, dass dieser Auftrag alles andere als ungefährlich ist. Der Zyklop besitzt auf Kephallonia einen furchteinflößenden Ruf. Sich mit ihm anzulegen, könnte schnell tödlich enden. Dennoch nimmt sie den Auftrag an – nicht aus Begeisterung, sondern weil sie ihre Schulden begleichen und ihre Zukunft finanzieren muss.
Heimlichkeit statt Gewalt
Im Gegensatz zu vielen vorherigen Aufgaben verlangt diese Mission deutlich mehr Fingerspitzengefühl. Ziel ist es, das Obsidian-Auge zu stehlen, ohne unnötige Aufmerksamkeit zu erregen.
Dadurch rückt ein Spielsystem stärker in den Mittelpunkt, das später im gesamten Abenteuer immer wichtiger wird: Stealth.
Anstatt jeden Gegner frontal anzugreifen, lohnt es sich,
- Gegner zunächst mit Ikaros auszukundschaften,
- ihre Patrouillen zu beobachten,
- hohe Vegetation als Deckung zu nutzen,
- einzelne Gegner lautlos auszuschalten,
- unnötige Kämpfe vollständig zu vermeiden.
Gerade in den frühen Spielstunden ist diese Herangehensweise besonders effektiv. Kassandra verfügt zwar bereits über beeindruckende Kampffähigkeiten, besitzt jedoch noch keine hochwertige Ausrüstung oder starke Spezialfähigkeiten.
Warum Stealth so wichtig ist
Viele Spieler unterschätzen zu Beginn die Bedeutung des lautlosen Vorgehens. Assassin's Creed Odyssey belohnt geduldige Spieler jedoch auf mehreren Ebenen.
Wer sich Zeit nimmt,
- spart Heilung,
- verbraucht weniger Ressourcen,
- vermeidet große Gegnergruppen,
- erhält häufig bessere Positionen für Überraschungsangriffe.
Die Mission „Auge um Auge“ dient daher fast wie ein kleines Tutorial für spätere Festungen, Militärlager und Tempelanlagen.
Bereits hier lernt man, wie wichtig Beobachtung und Planung sind.
Das Obsidian-Auge
Das gestohlene Auge besitzt innerhalb der Geschichte zunächst vor allem symbolischen Wert.
Obsidian war bereits in der Antike ein äußerst begehrtes Material. Durch seine scharfen Bruchkanten wurde vulkanisches Glas für Messer, Speerspitzen und Werkzeuge verwendet. Gleichzeitig galt es wegen seines tiefschwarzen Glanzes als kostbares Material für Schmuck und religiöse Gegenstände.
Ein Obsidian-Auge stellt deshalb nicht nur ein wertvolles Objekt dar, sondern symbolisiert gleichzeitig Macht, Reichtum und Ansehen.
Ubisoft greift diese historische Bedeutung geschickt auf und verbindet sie mit der humorvollen Geschichte rund um den Zyklopen.
Kassandra beweist ihre Vielseitigkeit
Diese Episode macht erneut deutlich, warum Kassandra als Hauptfigur so beliebt ist.
Sie ist nicht einfach nur Kriegerin.
Sie kann
- schleichen,
- beobachten,
- improvisieren,
- kämpfen,
- klettern,
- Entscheidungen treffen.
Dadurch fühlt sich nahezu jede Mission unterschiedlich an.
Während manche Aufträge vollständig mit dem Schwert gelöst werden können, verlangen andere Geduld und Präzision.
Gerade diese Abwechslung sorgt dafür, dass Assassin's Creed Odyssey über viele Spielstunden spannend bleibt.
Kephallonia als gelungener Einstieg
Die Insel Kephallonia dient nicht nur als Tutorial-Gebiet.
Sie führt den Spieler langsam an sämtliche Spielmechaniken heran.
Dazu gehören unter anderem:
- Schleichen
- Bogenschießen
- Erkundung
- Nebenmissionen
- Ressourcen sammeln
- Ausrüstung verbessern
- Schiffsreisen vorbereiten
- Dialogentscheidungen
"Auge um Auge" verbindet viele dieser Systeme miteinander.
Der Spieler bewegt sich frei durch die Spielwelt, plant seinen Weg und entscheidet selbst, wie vorsichtig oder aggressiv er vorgehen möchte.
Ikaros wird immer wichtiger
Auch Kassandra verlässt sich zunehmend auf ihren Adler Ikaros.
Bereits vor dem eigentlichen Diebstahl lohnt sich ein Blick aus der Vogelperspektive.
Ikaros markiert:
- Gegner,
- Schätze,
- Sammelobjekte,
- wichtige Missionsziele,
- versteckte Wege.
Gerade in dieser Mission verhindert eine gute Aufklärung häufig unnötige Kämpfe.
Dieses Zusammenspiel zwischen Mensch und Adler gehört zu den stärksten Gameplay-Elementen von Assassin's Creed Odyssey.
Humor trotz Gefahr
Obwohl der Auftrag eigentlich gefährlich ist, besitzt die gesamte Mission einen angenehm lockeren Ton.
Markos sorgt mit seiner leicht chaotischen Art immer wieder für humorvolle Dialoge.
Kassandra reagiert häufig sarkastisch auf seine Ideen und macht deutlich, dass sie seine Pläne keineswegs immer gut findet.
Diese lockeren Gespräche bilden einen gelungenen Kontrast zu den später deutlich ernsteren Ereignissen der Hauptgeschichte.
Gerade dadurch wirken die Figuren glaubwürdiger.
Erste Vorbereitung auf größere Konflikte
Rückblickend erkennt man, dass "Auge um Auge" weit mehr ist als nur ein kleiner Diebstahl.
Die Mission bereitet den Spieler auf spätere Herausforderungen vor.
Schon bald erwarten Kassandra:
- große Militärlager,
- mächtige Söldner,
- Kultisten,
- Eroberungsschlachten,
- Seeschlachten,
- legendäre Gegner.
Viele der hier erlernten Fähigkeiten bleiben bis zum Ende des Spiels relevant.
Die Spielwelt belohnt Neugier
Während der Mission lohnt sich außerdem ein Blick abseits des eigentlichen Missionsziels.
Kephallonia steckt voller kleiner Geheimnisse:
- Höhlen
- Aussichtspunkte
- Schatztruhen
- Ressourcen
- Tiere
- Banditenlager
- historische Orte
Wer die Umgebung gründlich erkundet, verbessert nicht nur seine Ausrüstung, sondern sammelt auch wertvolle Erfahrungspunkte.
Dadurch werden spätere Kämpfe erheblich leichter.
Historischer Hintergrund: Obsidian im antiken Griechenland
Obsidian spielte bereits lange vor der klassischen griechischen Antike eine bedeutende Rolle. Besonders die Insel Milos war für ihre reichen Obsidianvorkommen bekannt. Archäologische Funde belegen, dass das vulkanische Glas schon mehrere tausend Jahre vor Christus über weite Handelsrouten im gesamten Ägäischen Raum verbreitet wurde.
Seine außergewöhnlich scharfen Bruchkanten machten Obsidian zu einem idealen Material für Messer, Speerspitzen und andere Schneidwerkzeuge. Obwohl Bronze und später Eisen viele Werkzeuge ersetzten, blieb Obsidian wegen seiner besonderen Optik weiterhin ein begehrtes Luxusmaterial. Schmuckstücke, rituelle Gegenstände und kunstvoll verzierte Ornamente wurden daraus gefertigt und galten häufig als Statussymbole wohlhabender Persönlichkeiten.
Auch in religiösen Vorstellungen besaß das dunkle Gestein eine besondere Wirkung. Seine spiegelnde Oberfläche wurde in verschiedenen Kulturen mit Weissagung, Geheimnissen und spiritueller Macht verbunden. Ubisoft greift diese historische Bedeutung geschickt auf und macht das Obsidian-Auge des Zyklopen zu einem wertvollen Artefakt, das weit mehr als nur materiellen Wert besitzt. Dadurch verbindet Assassin's Creed Odyssey historische Rohstoffe mit seiner eigenen fiktiven Erzählung und schafft erneut eine glaubwürdige Atmosphäre, die Geschichte und Abenteuer miteinander verschmelzen lässt.
Fazit: Eine kleine Mission mit großer Bedeutung
„Auge um Auge“ gehört zwar noch zu den frühen Missionen von Assassin's Creed Odyssey, vermittelt jedoch bereits viele der Spielmechaniken, die den weiteren Verlauf prägen. Heimlichkeit, Erkundung, taktisches Vorgehen und die clevere Nutzung von Ikaros stehen diesmal stärker im Vordergrund als rohe Gewalt.
Gleichzeitig entwickelt sich die Beziehung zwischen Kassandra und Markos weiter. Der Spieler erkennt zunehmend, dass Markos zwar ständig neue Ideen besitzt, deren Umsetzung jedoch fast immer Kassandra überlassen wird.
Wer diese Episode aufmerksam spielt, erhält nicht nur ein spannendes Abenteuer mit einer gelungenen Portion Humor, sondern legt zugleich den Grundstein für viele spätere Herausforderungen in Griechenland. Genau diese Mischung aus historischen Schauplätzen, abwechslungsreichen Missionen und einer charismatischen Hauptfigur macht Assassin's Creed Odyssey auch viele Jahre nach seiner Veröffentlichung zu einem der beliebtesten Serienteile.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play
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Komm mit Kassandra der Söldnerin mit auf ein Abenteuer durch das alte Griechenland dem Land des Weines – exklusiv bei Velgandr