Assassin's Creed Freedom Cry [007] 🗡️ Adewale im nächsten Abenteuer
Mit der siebten Episode von Assassin’s Creed Freedom Cry festigt sich das, was diesen DLC so besonders macht: eine konsequente Verbindung aus spielerischer Freiheit, wirtschaftlicher Planung und einem klaren moralischen Ziel. Adéwalé ist längst nicht mehr nur ein Überlebender oder Einzelkämpfer – er entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsselfigur einer wachsenden Rebellion.
Diese Folge steht sinnbildlich für den Alltag eines Assassinen in der Karibik: Schiffe entern, Sklaven befreien, Ressourcen verwalten und die eigenen Mittel gezielt einsetzen, um möglichst vielen Menschen die Freiheit zurückzugeben.
Entern als Mittel zur Befreiung
Das Entern feindlicher Schiffe ist weiterhin ein zentrales Gameplay-Element und erfüllt in Freedom Cry eine deutlich stärkere narrative Funktion als im Hauptspiel Assassin’s Creed IV: Black Flag. Wo Edward Kenway meist aus Eigeninteresse handelte, geht es Adéwalé um etwas Größeres.
Jedes geenterte Schiff bedeutet potenziell:
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die Befreiung versklavter Menschen
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das Schwächen kolonialer Machtstrukturen
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das Gewinnen von Ressourcen für die Rebellion
Die Seeschlachten sind taktisch vertraut, profitieren aber von der emotionalen Gewichtung. Jeder Sieg ist kein bloßer Fortschritt, sondern ein kleiner Schritt in Richtung Gerechtigkeit.
Schiffsreparaturen und Ausbau – Vorbereitung für den Widerstand
Nach den Gefechten folgt ein wichtiger, oft unterschätzter Teil: die Instandhaltung und Verbesserung des eigenen Schiffs. Reparaturen sind nicht nur notwendig, um kampffähig zu bleiben, sondern auch eine Investition in zukünftige Befreiungsaktionen.
Der Ausbau des Schiffs ermöglicht:
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längere Einsätze auf See
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effektivere Kämpfe gegen Konvois
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höhere Überlebenschancen bei Sturm oder Überzahl
Dieser Aspekt verleiht dem Spiel eine wirtschaftliche Tiefe. Fortschritt entsteht nicht allein durch Kampf, sondern durch Planung und gezielte Ressourcennutzung.
Ressourcen verkaufen – Geld für die Rebellion
Ein zentrales Thema dieser Episode ist der Umgang mit Überschussmaterialien. Nicht jede Beute wird direkt benötigt, doch nichts ist wertlos. Durch den Verkauf von Materialien wird Kapital generiert, das wiederum der Rebellion zugutekommt.
Das verdiente Geld fließt unter anderem in:
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Waffen und Ausrüstung
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Schiffsverbesserungen
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indirekte Unterstützung der Maroons
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weitere Befreiungsaktionen
Hier zeigt sich eine der großen Stärken von Freedom Cry: Der wirtschaftliche Kreislauf ist sinnvoll in die Erzählung eingebettet. Geld ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Veränderung.
Mehr Sklaven befreien, mehr Maroons gewinnen
Je erfolgreicher Adéwalé agiert, desto stärker wächst der Einfluss der Maroons. Befreite Sklaven schließen sich dem Widerstand an, verbreiten Hoffnung und stärken die Präsenz der Rebellion in der Karibik.
Diese Dynamik erzeugt ein spürbares Gefühl von Fortschritt:
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Die Welt wirkt weniger hilflos
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Widerstand wird sichtbarer
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Adéwalés Taten haben langfristige Konsequenzen
Das Spiel vermittelt damit sehr klar, dass jede einzelne Aktion Teil eines größeren Ganzen ist.
Freedom Cry als würdiger Nachfolger von Black Flag
Als direkter Nachfolger von Assassin’s Creed IV: Black Flag nutzt Freedom Cry viele bekannte Mechaniken, interpretiert sie jedoch neu. Das ist keine Schwäche, sondern eine bewusste Entscheidung.
Bekannte Elemente wie:
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Seeschlachten
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Entern
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Harpunieren
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Ressourcenmanagement
werden in einen neuen moralischen Kontext gestellt. Dadurch fühlt sich das Spiel vertraut an, ohne belanglos zu wirken. Die Mechaniken dienen nicht mehr dem persönlichen Aufstieg, sondern einem ideologischen Ziel.
Meiner Meinung nach ist genau das die größte Stärke von Freedom Cry: Es zeigt, wie ein bestehendes Gameplay-System durch erzählerische Gewichtung aufgewertet werden kann.
Harpunieren von Walen und Haien – Jagd mit Nachklang
Ein wiederkehrendes Element dieser Folge ist das Harpunieren von Walen und Haien. Mechanisch identisch zum Hauptspiel, wirkt diese Aktivität dennoch anders. Sie bildet einen ruhigen, beinahe meditativen Kontrast zur Brutalität der Sklaverei.
Das Harpunieren erfüllt mehrere Funktionen:
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Beschaffung wertvoller Ressourcen
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Finanzierung weiterer Missionen
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Auflockerung des Spielflusses
Gleichzeitig erinnert es daran, dass Adéwalé in einer Welt lebt, in der Überleben und Moral ständig neu austariert werden müssen.
Alltag eines Assassinen – kein Heldentum, sondern Ausdauer
Diese Episode zeigt keinen großen Wendepunkt, sondern den kontinuierlichen Kampf. Und genau darin liegt ihre Stärke. Freiheit entsteht nicht durch einen einzigen Schlag, sondern durch unzählige kleine Siege.
Adéwalé ist kein klassischer Held, sondern ein Mann, der:
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Verantwortung übernimmt
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Ressourcen sinnvoll einsetzt
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langfristig denkt
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für andere kämpft, nicht für Ruhm
Das verleiht Freedom Cry eine Ernsthaftigkeit, die im Assassin’s-Creed-Universum eher selten ist.
Fazit – Ein solides, bedeutungsvolles Kapitel
„Adéwalé im nächsten Abenteuer“ ist eine ruhige, aber inhaltlich starke Episode. Sie festigt die Kernthemen von Assassin’s Creed Freedom Cry und zeigt, wie gut bekannte Mechaniken funktionieren, wenn sie klaren Zielen dienen.
Als DLC mag Freedom Cry kompakt sein, doch inhaltlich steht es vielen Hauptteilen in nichts nach. Besonders im Zusammenspiel aus Gameplay, Moral und Atmosphäre bleibt dieser Titel nachhaltig im Gedächtnis.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Freedom Cry – Velgandr's Let’s Play
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