Assassin's Creed Odyssey [011] 🗡️ Der Anführer der Athener
Der Peloponnesische Krieg nimmt in Assassin's Creed Odyssey immer größere Ausmaße an. Während Kassandra ihren eigenen Weg verfolgt und nach Antworten über ihre Vergangenheit sucht, gerät sie immer tiefer in den Konflikt zwischen Sparta und Athen. In dieser Episode steht deshalb nicht nur das Ausschalten wichtiger Ziele im Mittelpunkt, sondern auch die strategische Schwächung der athenischen Herrschaft.
Bevor jedoch eine große Eroberungsschlacht beginnen kann, müssen zahlreiche Vorbereitungen getroffen werden. Festungen werden infiltriert, Vorräte zerstört, Anführer ausgeschaltet und ganze Garnisonen destabilisiert. Gleichzeitig begegnet Kassandra unterwegs interessanten Persönlichkeiten, deren Geschichten zeigen, wie lebendig die offene Spielwelt von Assassin's Creed Odyssey gestaltet wurde.
Die Macht Athens erschüttern
Bevor eine Region den Besitzer wechseln kann, muss ihre Stabilität sinken. Genau dieses Spielprinzip steht im Mittelpunkt dieser Folge.
Kassandra erhält die Aufgabe, den Einfluss Athens systematisch zu untergraben. Das bedeutet nicht einfach, eine einzelne Zielperson auszuschalten. Vielmehr gilt es, den gesamten Verwaltungs- und Militärapparat zu schwächen.
Dazu gehören unter anderem:
- Militärlager infiltrieren
- Kriegsvorräte zerstören
- Schätze plündern
- Offiziere eliminieren
- Soldaten ausschalten
- Festungen erkunden
Diese Mechanik sorgt dafür, dass sich jede Aktion spürbar auf die Kontrolle einer Region auswirkt. Ubisoft verbindet dadurch offene Erkundung mit einer dynamischen Spielwelt, in der nahezu jede Aktivität Konsequenzen besitzt.
Schleichen statt blind angreifen
Obwohl Kassandra eine außergewöhnlich starke Kriegerin ist, zeigt diese Episode erneut, dass rohe Gewalt nicht immer die beste Lösung darstellt.
Viele Lager sind mit zahlreichen Soldaten besetzt. Ein direkter Angriff endet schnell damit, dass Verstärkung erscheint oder mehrere Gegner gleichzeitig angreifen.
Deshalb kommt der Adler Ikaros erneut eine entscheidende Rolle zu.
Bevor überhaupt ein Schritt in Richtung Festung gemacht wird, wird das gesamte Gebiet aus der Luft untersucht. Dadurch lassen sich:
- Kommandanten markieren
- Schatztruhen entdecken
- Alarmfeuer erkennen
- Patrouillen beobachten
- Käfige und Gefangene finden
Erst wenn alle Informationen gesammelt wurden, beginnt die eigentliche Infiltration.
Gerade dieses Vorgehen erinnert stark an klassische Assassin's-Creed-Spiele und belohnt Geduld deutlich stärker als unüberlegte Kämpfe.
Der alte Mann Artaxerxes
Während der Reise begegnet Kassandra einem blinden alten Mann namens Artaxerxes.
Er gehört zu den besonders charmanten Nebenfiguren des Spiels.
Da er die Welt nicht mehr sehen kann, bittet er Kassandra darum, bestimmte Orte für ihn zu beschreiben. Er möchte ihre Eindrücke hören und sich dadurch selbst ein Bild der Landschaft machen.
Diese Nebenmission besitzt kaum Kämpfe und zeigt stattdessen eine ruhigere Seite des Spiels.
Gerade solche Begegnungen verleihen Assassin's Creed Odyssey seine besondere Atmosphäre. Zwischen Kriegen, Intrigen und Attentaten bleibt immer wieder Zeit für kleine Geschichten, die den Alltag der Menschen im antiken Griechenland zeigen.
Warum der Krieg vorbereitet werden muss
Ein besonderes Merkmal von Assassin's Creed Odyssey ist das sogenannte Eroberungssystem.
Bevor Sparta eine Region übernehmen kann, muss der Einfluss Athens ausreichend geschwächt werden.
Dies geschieht durch verschiedene Aktivitäten:
- Anführer töten
- Kriegsvorräte verbrennen
- Schiffe zerstören
- Militärlager räumen
- Nationenschätze stehlen
Jede erledigte Aufgabe reduziert die Macht der herrschenden Fraktion.
Erst wenn der Einfluss niedrig genug ist, wird eine große Schlacht freigeschaltet.
Dadurch entsteht ein angenehmer Spielfluss. Anstatt direkt von Hauptmission zu Hauptmission zu laufen, erkundet der Spieler automatisch die Region und erlebt zahlreiche Nebenquests.
Der Anführer der Athener
Der eigentliche Höhepunkt dieser Episode ist natürlich die Jagd auf den regionalen Anführer Athens.
Solche Gegner befinden sich meist in gut bewachten Gebäuden oder Residenzen.
Sie werden von mehreren Elitewachen geschützt und verlassen ihren Aufenthaltsort nur selten.
Für Kassandra bedeutet das:
Zunächst müssen möglichst viele Soldaten unbemerkt ausgeschaltet werden.
Anschließend gilt es, den richtigen Moment abzupassen.
Ein gut geplanter Attentatsangriff kann den Kampf bereits entscheiden, bevor dieser überhaupt richtig beginnt.
Misslingt der Überraschungsangriff, entwickelt sich dagegen häufig ein intensiver Nahkampf gegen mehrere Elitegegner.
Gerade deshalb lohnt sich eine sorgfältige Vorbereitung.
Das Kampfsystem überzeugt weiterhin
Auch nach mehreren Spielstunden bleibt das Kampfsystem abwechslungsreich.
Kassandra kombiniert unterschiedliche Waffen miteinander und kann flexibel zwischen:
- Speeren
- Schwertern
- Dolchen
- Äxten
- Bögen
wechseln.
Zusätzlich kommen Spezialfähigkeiten zum Einsatz, die durch Adrenalin aktiviert werden.
Besonders hilfreich sind:
- Heldenschlag
- Spartanischer Tritt
- Regen der Vernichtung
- Schildbrecher
- Zweiter Atem
Je nach Situation entstehen dadurch völlig unterschiedliche Kämpfe.
Besonders gegen Elitegegner macht sich ein guter Fähigkeitsaufbau deutlich bemerkbar.
Griechenland wirkt lebendig
Während dieser Episode wird erneut deutlich, wie viel Liebe zum Detail Ubisoft in die Spielwelt investiert hat.
Überall begegnet man:
- Bauern
- Händlern
- Philosophen
- Priestern
- Soldaten
- Kindern
- Reisenden
Zwischen den Städten befinden sich Tempel, Wälder, Küsten, Weinberge und antike Ruinen.
Dadurch wirkt Griechenland niemals leer.
Selbst auf längeren Reisen entdeckt man ständig neue Orte, kleine Quests oder versteckte Schätze.
Der Wolf von Sparta rückt näher
Mit jedem erfüllten Auftrag nähert sich Kassandra ihrem eigentlichen Ziel.
Der berühmte Wolf von Sparta spielt eine zentrale Rolle innerhalb der Geschichte.
Bevor es jedoch zum nächsten großen Treffen kommen kann, müssen zunächst alle Aufgaben rund um den Krieg abgeschlossen werden.
Dadurch baut Assassin's Creed Odyssey geschickt Spannung auf.
Der Spieler weiß bereits, dass eine wichtige Begegnung bevorsteht, muss sich diese jedoch zunächst verdienen.
Historischer Hintergrund
Der Konflikt zwischen Sparta und Athen orientiert sich am historischen Peloponnesischen Krieg, der von 431 bis 404 v. Chr. stattfand.
Damals kämpften beide Großmächte über viele Jahre um die Vorherrschaft Griechenlands.
Zwar verändert Assassin's Creed Odyssey zahlreiche historische Ereignisse zugunsten seiner Geschichte, dennoch werden viele reale Orte, Waffen, Städte und politische Konflikte authentisch dargestellt.
Gerade deshalb vermittelt das Spiel häufig das Gefühl, durch eine interaktive Geschichtsdokumentation zu reisen.
Atmosphäre und Spielgefühl
Diese Folge lebt weniger von spektakulären Bosskämpfen als vielmehr von ihrer Vorbereitung auf kommende Ereignisse.
Das systematische Ausschalten wichtiger Ziele vermittelt das Gefühl, tatsächlich Einfluss auf den Verlauf des Krieges zu nehmen.
Hinzu kommen zahlreiche kleinere Begegnungen, die zeigen, dass Assassin's Creed Odyssey weit mehr ist als nur eine Aneinanderreihung von Kämpfen.
Die Mischung aus Erkundung, Schleichen, offenen Gefechten und erzählerischen Momenten sorgt dafür, dass auch ruhigere Episoden spannend bleiben.
Gerade die Begegnung mit Artaxerxes lockert das Geschehen angenehm auf und zeigt, dass nicht jede Mission ausschließlich aus Gewalt bestehen muss.
Fazit
Assassin's Creed Odyssey [011] – Der Anführer der Athener verbindet strategisches Vorgehen, offene Erkundung und klassische Assassin-Gameplay-Elemente zu einer abwechslungsreichen Episode. Kassandra schwächt den Einfluss Athens Schritt für Schritt, infiltriert Festungen, eliminiert wichtige Gegner und bereitet damit den Weg für die kommende Eroberungsschlacht. Gleichzeitig sorgen Begegnungen wie jene mit dem blinden Artaxerxes für ruhige und atmosphärische Momente, die der Welt zusätzliche Tiefe verleihen. Die Folge zeigt eindrucksvoll, dass Geduld, Planung und geschicktes Vorgehen oft wirkungsvoller sind als ein direkter Angriff – und macht gleichzeitig neugierig auf die bevorstehende Schlacht sowie das Wiedersehen mit dem Wolf von Sparta.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play
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