Assassin's Creed Odyssey [042] 🗡️ Anwerbungskampagne
Kassandra ist weiterhin auf Keos unterwegs und hat momentan mehr als genug zu tun. Die Suche nach ihrer Mutter ist noch immer nicht abgeschlossen und auch die geforderte Bezahlung für die Informationen von Xenia steht weiterhin im Raum. 15.000 Drachmen müssen schließlich erst einmal verdient werden.
Doch bevor Kassandra sich wieder vollständig auf ihre eigentliche Suche konzentrieren kann, wird die Inselwelt erneut zum Schauplatz verschiedener Aktivitäten.
In dieser Episode geht es nicht nur um Kämpfe gegen Menschen. Kassandra macht Jagd auf Löwen und Wildschweine, sammelt Leder und plündert feindliche Lager. Gleichzeitig kommt eine Frage auf, die bei einem Spieldurchlauf mit Kassandra durchaus interessant ist:
Warum eigentlich Kassandra als Spielfigur?
Die Antwort liegt nicht nur darin, dass sie eine interessante Hauptfigur ist. Auch spätere Inhalte der Reihe machen Kassandra zu einer besonders wichtigen Figur innerhalb des Assassin's Creed-Universums.
Doch zunächst muss sie auf Keos wieder für Xenia tätig werden.
Ihre Aufgabe lautet:
Anwerbungskampagne.
Und dafür muss Kassandra zeigen, wem die Gewässer rund um Keos gehören.
Auf der Jagd nach Ressourcen
Bevor Kassandra sich wieder auf das Meer begibt, geht es zunächst auf die Jagd.
Löwen und Wildschweine gehören zu den Tieren, die in der griechischen Wildnis anzutreffen sind.
Für Kassandra sind diese Tiere allerdings nicht ausschließlich Teil der Landschaft.
Sie liefern wertvolle Materialien.
Besonders die Wildschweine erweisen sich als interessante Beute, denn aus einem erlegten Tier lassen sich mehrere Einheiten Leder gewinnen.
Wenn Kassandra gleich vier, fünf oder sechs Wildschweine findet, kann sich daraus bereits eine beachtliche Menge an Material ergeben.
Wildschweine als Lederlieferanten
Leder ist in Assassin's Creed Odyssey eine wichtige Ressource.
Es wird unter anderem benötigt, um Ausrüstung und das Schiff zu verbessern.
Deshalb lohnt es sich, Tiere nicht einfach links liegen zu lassen.
Ein einzelnes Wildschwein mag auf den ersten Blick nicht besonders wichtig erscheinen.
Doch mehrere Tiere ergeben schnell eine größere Menge an Leder.
Gerade in einer offenen Welt mit vielen Verbesserungsmöglichkeiten kann das Sammeln solcher Ressourcen langfristig einen Unterschied machen.
Kassandra befindet sich deshalb nicht einfach auf einer sinnlosen Jagdtour.
Sie bereitet sich auf kommende Herausforderungen vor.
Zwischen Jagd und Söldnerleben
Die Jagd passt außerdem gut zu Kassandras Leben als Söldnerin.
Sie kann nicht davon ausgehen, dass überall Händler stehen, bei denen sie sämtliche benötigten Materialien kaufen kann.
Ein Teil der Ressourcen muss selbst beschafft werden.
Das sorgt für einen interessanten Kreislauf:
Kassandra erkundet die Welt, findet Tiere, sammelt Materialien und nutzt diese anschließend für ihre Ausrüstung oder andere Verbesserungen.
Damit wird die Natur selbst zu einem Bestandteil des Fortschrittssystems.
Feindliche Lager als Ressourcendepot
Doch Tiere sind nicht die einzige Möglichkeit, Ressourcen zu erhalten.
Kassandra greift außerdem feindliche Lager an.
Diese Lager sind häufig mit Soldaten und wertvollen Gegenständen gefüllt.
Wer sich hineinschleicht oder die Gegner offen bekämpft, kann anschließend die Umgebung plündern.
Damit bekommt Kassandra erneut Ressourcen, Ausrüstung und weitere Gegenstände.
Für einen Söldner ist ein feindliches Lager also gewissermaßen ein gut bewachtes Lagerhaus.
Nur dass die Besitzer meistens nicht besonders erfreut darüber sind, wenn Kassandra sich daran bedient.
Warum Kassandra?
Während dieser Episode kommt außerdem eine persönliche Frage zur Sprache:
Warum wurde Kassandra als Spielfigur gewählt?
In Assassin's Creed Odyssey kann der Spieler grundsätzlich zwischen Kassandra und Alexios wählen.
Der persönliche Spielstil und die bevorzugte Darstellung können bei dieser Entscheidung eine Rolle spielen.
In diesem Durchlauf steht jedoch Kassandra im Mittelpunkt.
Und dafür gibt es einen weiteren interessanten Grund:
Kassandra besitzt über das Hauptspiel hinaus eine besondere Bedeutung.
Sie wurde später auch in weiteren Inhalten des Assassin's Creed-Universums aufgegriffen.
Dadurch bekommt die Entscheidung für Kassandra im Nachhinein noch einmal eine zusätzliche Bedeutung.
Kassandra als zentrale Figur
Kassandra funktioniert als Hauptfigur besonders gut, weil sie unterschiedliche Rollen miteinander verbindet.
Sie ist eine Söldnerin.
Sie ist eine Kämpferin.
Sie ist eine Suchende.
Und gleichzeitig ist sie eng mit den großen politischen und familiären Konflikten der Handlung verbunden.
Ihre Suche nach ihrer Mutter ist dabei eines der persönlichen Ziele, das sie durch die Welt von Assassin's Creed Odyssey führt.
Xenia besitzt Informationen.
Doch Informationen haben ihren Preis.
Und genau deshalb muss Kassandra weiterhin Geld verdienen.
Xenia und die Piraten von Keos
Xenia ist nicht einfach irgendeine Questgeberin.
Sie ist die mächtige Piratin, die über Keos großen Einfluss besitzt.
Kassandra ist zu ihr gekommen, weil sie Informationen über ihre Mutter sucht.
Xenia verlangt dafür eine beträchtliche Summe.
Die 15.000 Drachmen sind damit ein konkretes Zwischenziel.
Doch die Beziehung zwischen den beiden Frauen verändert sich zunehmend.
Kassandra ist nicht nur eine Fremde, die nach Informationen fragt.
Sie wird zu einer Person, die Xenia für bestimmte Aufgaben einsetzen kann.
Und genau hier beginnt die Anwerbungskampagne.
Eine Botschaft auf dem Meer
Die Aufgabe ist schnell erklärt.
Kassandra soll Schiffe versenken.
Aber nicht irgendwelche Schiffe.
Sie soll Schiffe verschiedener Gruppen angreifen.
Dazu gehören Spartaner, Athener und Banditen.
Der entscheidende Punkt ist allerdings die Flagge.
Kassandra soll dabei die Farben von Xenia beziehungsweise den Piraten von Keos tragen.
Damit wird aus einem gewöhnlichen Angriff eine politische Botschaft.
Die Schiffe werden nicht einfach nur aus wirtschaftlichen Gründen versenkt.
Es geht um Macht.
Die Farben von Xenia
Das Tragen der Farben ist deshalb mehr als reine Dekoration.
Kassandra soll deutlich machen, wer in den Gewässern um Keos das Sagen hat.
Die Questbeschreibung bringt diesen Gedanken auf den Punkt: Xenia möchte ein Zeichen setzen und diejenigen abschrecken, die ihre Herrschaft über die Region infrage stellen. Dafür soll Kassandra unter den Farben von Keos mehrere Schiffe zerstören.
Das ist klassische Machtdemonstration.
Nicht:
„Wir können euch besiegen.“
Sondern:
„Wir sind bereits hier – und wir können euch jederzeit treffen.“
Spartaner gegen Athen
Besonders interessant ist dabei, dass Kassandra sowohl spartanische als auch athenische Schiffe angreift.
Das passt hervorragend zur politischen Situation der Spielwelt.
Assassin's Creed Odyssey spielt während des Peloponnesischen Krieges.
Athen und Sparta befinden sich im Konflikt.
Kassandra gehört als Söldnerin allerdings nicht fest zu einer der beiden Seiten.
Sie kann für unterschiedliche Auftraggeber arbeiten.
Und genau diese Neutralität macht sie für Xenia besonders nützlich.
Der Peloponnesische Krieg
Historisch begann der Peloponnesische Krieg im Jahr 431 v. Chr.
Auf der einen Seite stand Athen mit seinen Verbündeten.
Auf der anderen Seite Sparta und die Peloponnesische Liga.
Der Konflikt dauerte Jahrzehnte und erschütterte die griechische Welt.
Dabei wurde nicht nur an Land gekämpft.
Auch die Kontrolle über das Meer spielte eine enorme Rolle.
Athen verfügte über eine besonders bedeutende Seemacht.
Die attische Flotte war ein zentraler Bestandteil der politischen und militärischen Stärke Athens.
Warum Schiffe so wichtig waren
Wer die See kontrollierte, konnte Handelswege schützen oder unterbrechen.
Truppen konnten über das Meer transportiert werden.
Lebensmittel konnten importiert werden.
Nachrichten konnten schneller zwischen Regionen gelangen.
Und natürlich konnten feindliche Schiffe angegriffen werden.
Eine Flotte war deshalb nicht nur eine Ansammlung von Kriegsschiffen.
Sie war ein Instrument wirtschaftlicher und politischer Macht.
Das macht die Quest „Anwerbungskampagne“ historisch besonders passend.
Piraterie und Macht
Xenia verfolgt allerdings ein anderes Ziel als Athen oder Sparta.
Sie ist Piratin.
Ihre Macht basiert nicht auf einem staatlichen Heer oder einer politischen Institution.
Sie basiert auf ihrer Kontrolle über Keos und die umliegenden Gewässer.
Wenn Schiffe in ihr Gebiet eindringen, stellt das eine Herausforderung dar.
Deshalb soll Kassandra eine klare Botschaft vermitteln.
Wer die Gewässer von Keos betritt, sollte wissen, mit wem er es zu tun bekommt.
Eine ungewöhnliche Form der Diplomatie
Die Quest ist damit fast eine Form von Diplomatie.
Nur eben mit Kanonen und brennenden Schiffen.
Statt Verhandlungen zu führen, wird ein Zeichen gesetzt.
Ein Schiff wird versenkt.
Dann noch eines.
Und noch eines.
Die Botschaft dürfte anschließend ziemlich eindeutig sein.
Xenia möchte nicht, dass ihre Gegner ihre Stärke unterschätzen.
Kassandra als Werkzeug
Für Xenia ist Kassandra dabei das perfekte Werkzeug.
Sie besitzt eine kampfstarke Söldnerin, die nicht offiziell zu ihrer Piratencrew gehört.
Kassandra kann deshalb Aufgaben erledigen, ohne dass Xenia ihre eigenen Leute unnötig gefährden muss.
Für Kassandra wiederum ist die Aufgabe eine weitere Möglichkeit, Geld und Erfahrung zu verdienen.
Beide Seiten profitieren.
Xenia bekommt ihre Botschaft.
Kassandra bekommt ihre Belohnung.
Die Adrestia wird wieder wichtig
Natürlich kann diese Aufgabe nicht an Land erledigt werden.
Kassandra benötigt die Adrestia.
Das Schiff ist mittlerweile zu einem zentralen Bestandteil ihres Abenteuers geworden.
Sie nutzt es für Reisen zwischen den Inseln.
Sie sammelt Ressourcen.
Sie führt Seeschlachten.
Und nun wird die Adrestia erneut zum Werkzeug für Xenias Machtpolitik.
Seeschlachten als Gameplay
Die Seeschlachten in Assassin's Creed Odyssey sind dabei ein wichtiger Bestandteil des Spiels.
Das Schiff verfügt über verschiedene Angriffsmöglichkeiten.
Kassandra kann feindliche Schiffe beschießen und versuchen, sie zu schwächen.
Je nach Situation muss sie außerdem auf die Position des Gegners achten.
Ein guter Angriff kann ein Schiff schnell beschädigen.
Mehrere Gegner gleichzeitig können dagegen gefährlich werden.
Spartaner, Athener und Banditen
Die Besonderheit der Anwerbungskampagne besteht darin, dass Kassandra unterschiedliche Fraktionen angreift.
Spartaner.
Athener.
Banditen.
Damit wird die Mission fast zu einer kleinen Demonstration der Macht.
Es spielt keine Rolle, welcher politischen Gruppierung das Schiff angehört.
Für Xenia zählt etwas anderes:
Es befindet sich in ihrem Einflussbereich.
Kassandra zwischen den Fronten
Diese Situation verdeutlicht erneut Kassandras Stellung.
Sie ist keine klassische Soldatin.
Sie kämpft nicht automatisch für Athen.
Sie kämpft nicht automatisch für Sparta.
Sie kann für denjenigen arbeiten, der sie bezahlt.
Das macht sie zu einer echten Söldnerin.
Ihre Loyalität ist nicht zwingend an eine Flagge gebunden.
Ihre Entscheidungen richten sich häufig nach ihren persönlichen Zielen.
Die Wirtschaft des Söldnerlebens
Und genau hier schließt sich der Kreis zur vorherigen Episode.
Kassandra braucht Geld.
Sie sammelt Leder.
Sie plündert Lager.
Sie sammelt Ausrüstung.
Sie verkauft Gegenstände.
Sie kämpft auf See.
Und sie erledigt Aufträge.
Alles führt zurück zu den Drachmen.
Das ist eine der interessanten Eigenschaften von Assassin's Creed Odyssey:
Viele Aktivitäten können gleichzeitig mehrere Fortschrittssysteme bedienen.
Ressourcen, Erfahrung und Ausrüstung
Ein Kampf ist selten nur ein Kampf.
Kassandra erhält Erfahrung.
Sie kann Beute erhalten.
Sie kann Ressourcen sammeln.
Sie kann neue Ausrüstung finden.
Und sie kann eventuell Geld verdienen.
Dadurch wird selbst eine scheinbar kleine Nebenaktivität langfristig relevant.
Ein Wildschwein liefert Leder.
Ein Lager liefert Beute.
Ein Schiff liefert Ressourcen.
Ein Auftrag liefert Geld.
Alles zusammen macht Kassandra stärker.
Jagd und Krieg
Interessanterweise verbindet diese Episode zwei sehr unterschiedliche Seiten der antiken Welt.
Auf der einen Seite steht die Natur.
Kassandra jagt Wildschweine und Löwen.
Auf der anderen Seite steht der Krieg.
Schiffe werden versenkt.
Soldaten und Piraten werden bekämpft.
Diese Kombination passt hervorragend zu einem Open-World-Spiel, das versucht, eine große historische Welt abzubilden.
Kassandra bewegt sich zwischen Wildnis, Städten, Lagern und dem offenen Meer.
Historischer Blick auf die Jagd
Auch die Jagd besitzt einen realen historischen Hintergrund.
Wildtiere waren in der Antike nicht nur Teil der Natur.
Jagd konnte verschiedene Funktionen erfüllen.
Sie konnte der Nahrungsbeschaffung dienen.
Sie konnte als Training für den Kampf angesehen werden.
Und für wohlhabende Menschen konnte sie auch eine Form der Freizeitgestaltung sein.
Die Jagd besaß damit sowohl praktische als auch gesellschaftliche Bedeutung.
Leder als wichtiger Rohstoff
Leder war ebenfalls ein wertvolles Material.
Es konnte für zahlreiche Alltagsgegenstände verwendet werden.
Dazu gehörten beispielsweise Riemen, Behälter, Schuhe oder verschiedene Ausrüstungsgegenstände.
Natürlich ist das Ressourcensystem in Assassin's Creed Odyssey vereinfacht.
Ein Wildschwein wird nicht einfach deshalb erlegt, damit der Spieler exakt sieben bis neun Einheiten eines abstrakten Materials erhält.
Das Spiel übersetzt einen komplexen Produktionsprozess in eine verständliche Gameplay-Mechanik.
Historische Welt trifft RPG-System
Genau solche Vereinfachungen sind für ein Videospiel notwendig.
Der Spieler soll nicht nach jedem Tier erst eine komplette Gerberei betreiben müssen.
Stattdessen bekommt er eine Ressource.
Leder.
Holz.
Metall.
Obsidian.
Diese Materialien können anschließend für Verbesserungen verwendet werden.
Das System ist leicht verständlich und hält den Spielfluss aufrecht.
Die Bedeutung der Farben
Die Farben von Xenia erfüllen innerhalb der Quest außerdem eine symbolische Funktion.
Ein Schiff unter einer bestimmten Flagge oder einem bestimmten Banner signalisiert Zugehörigkeit.
Im antiken Krieg konnten Erkennungszeichen und Symbole eine wichtige Rolle spielen.
Für das Spiel wird dieses Prinzip auf die Piraten von Keos übertragen.
Kassandra trägt Xenias Farben und macht dadurch klar:
Dieser Angriff geschieht im Namen ihrer Herrschaft.
Eine Piratenherrscherin
Xenia wird dadurch als mächtige Figur etabliert.
Sie ist nicht einfach eine Piratin, die irgendwo mit einem kleinen Schiff unterwegs ist.
Sie besitzt Einfluss.
Sie verfügt über eine Crew.
Sie kontrolliert ein Gebiet.
Und sie möchte diesen Einfluss ausbauen oder zumindest sichern.
Die Anwerbungskampagne zeigt diese Seite ihrer Persönlichkeit besonders deutlich.
Eine Warnung an die Konkurrenz
Die Schiffe von Athen, Sparta und den Banditen sind damit nicht nur Gegner.
Sie sind Teil einer Inszenierung.
Xenia möchte, dass ihre Gegner verstehen, dass Keos nicht schutzlos ist.
Kassandra übernimmt dabei die Rolle der Vollstreckerin.
Sie bringt die Botschaft auf die effektivste Weise:
Sie versenkt die Konkurrenz.
Der Name der Mission
Der Titel „Anwerbungskampagne“ klingt zunächst fast harmlos.
Man könnte bei einer Anwerbung an neue Soldaten oder Piraten denken.
Doch tatsächlich geht es darum, durch Gewalt eine Botschaft zu verbreiten.
Kassandra wird damit gewissermaßen zu Xenias Werbeträgerin.
Nur dass die Werbung aus brennenden Schiffen besteht.
Ein etwas ungewöhnlicher Marketingansatz – aber vermutlich einer, den die Piratin für besonders effektiv hält.
Fazit
„Anwerbungskampagne“ zeigt Kassandra erneut in einer Phase, in der sich Erkundung, Ressourcenmanagement und Seeschlachten miteinander verbinden.
Zu Beginn der Episode geht Kassandra auf die Jagd nach Löwen und Wildschweinen. Besonders die Wildschweine erweisen sich als nützlich, da sie mehrere Einheiten Leder liefern können. Wer mehrere Tiere findet, kann dadurch schnell einen ordentlichen Vorrat an Ressourcen aufbauen.
Auch feindliche Lager werden angegriffen und geplündert. Dadurch erhält Kassandra zusätzliche Ausrüstung und Materialien, die sie selbst verwenden oder verkaufen kann.
Parallel dazu wird die Frage interessant, warum Kassandra als Spielfigur gewählt wurde. Ihre Rolle als Protagonistin funktioniert besonders gut, weil sie als Söldnerin unabhängig zwischen den verschiedenen Fraktionen agieren kann. Ihre persönliche Geschichte und ihre Suche nach ihrer Mutter geben ihr außerdem ein starkes eigenes Motiv.
Im Mittelpunkt der Episode steht schließlich die namensgebende Mission „Anwerbungskampagne“.
Xenias Verwalter beauftragt Kassandra damit, unter den Farben der Piraten von Keos mehrere Schiffe zu zerstören. Dabei handelt es sich um Schiffe von Spartanern, Athenern und Banditen. Die Aufgabe dient nicht ausschließlich dazu, Gegner auszuschalten. Sie soll eine deutliche Botschaft vermitteln: Die Gewässer rund um Keos gehören Xenia, und wer ihre Macht herausfordert, muss mit Konsequenzen rechnen.
Historisch passt dieser Konflikt durchaus zum Umfeld des Spiels.
Assassin's Creed Odyssey spielt während des Peloponnesischen Krieges, einer Zeit, in der die Kontrolle über das Meer eine enorme militärische und wirtschaftliche Bedeutung besaß. Athen war für seine Seemacht bekannt, während Sparta und seine Verbündeten versuchten, Athens Einfluss zurückzudrängen.
Xenia steht allerdings außerhalb dieses klassischen Konflikts.
Sie verfolgt ihre eigenen Interessen.
Für sie zählen weder Athen noch Sparta.
Für sie zählt Keos.
Und Kassandra ist diejenige, die diese Botschaft auf dem Meer verbreiten soll.
Damit verbindet die Episode erneut die verschiedenen Systeme von Assassin's Creed Odyssey: Jagd, Ressourcen, Ausrüstung, Geld, Erkundung und Seeschlachten.
Kassandra sammelt Leder.
Sie plündert Lager.
Sie verdient Drachmen.
Und schließlich setzt sie sich auf die Adrestia und sorgt dafür, dass Xenias Gegner ihre Schiffe künftig vielleicht etwas genauer ansehen, bevor sie in die Gewässer von Keos fahren.
Die Anwerbungskampagne ist damit weniger eine klassische Rekrutierung als eine Machtdemonstration – und Kassandra ist Xenias Speerspitze auf dem Meer.
⚓ Playlist: Assassin’s Creed Origin – Velgandr's Let’s Play
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Komm mit Kassandra der Söldnerin mit auf ein Abenteuer durch das alte Griechenland dem Land des Weines – exklusiv bei Velgandr